Wegen niedrigen Gehalts

BayernLB-Chef findet keinen Nachfolger

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Der derzeitige Landesbank-Chef Gerd Häusler hatte im September angekündigt, sein Amt verlassen zu wollen.

München - Gerd Häusler wird länger als ursprünglich geplant Chef der Bayerischen Landesbank bleiben. Grund: Das Gehalt der Bank ist für die meisten Nachfolge-Bewerber unattraktiv.

BayernLB-Chef Gerd Häusler bleibt mangels Nachfolger länger als geplant an der Spitze der Landesbank. Häusler sei bereit, seinen Rückzug auf den 31. März 2014 zu verschieben, hieß es am Montag in Finanzkreisen. Ursprünglich hatte er seinen vorzeitigen Rücktritt zum 31. Dezember angekündigt. Die Suche nach einem Nachfolger gestaltete sich aber auch wegen der Deckelung des Jahresgehalts auf 500 000 Euro schwierig - wenig im Vergleich zu den Millionengehältern anderer Bankchefs. Aber mehr darf die BayernLB als staatlich gerettete Bank nicht zahlen. Zudem müssen auch bei dem potenziellen Nachfolger bestehende Vertragslaufzeiten eingehalten werden.

Bei der BayernLB erwartet den neuen Chef viel Arbeit, da der Umbau der Landesbank noch längst nicht abgeschlossen ist und ein Rechtsstreit mit der einstigen Tochter Hypo Alpe Adria viel Arbeit macht. Häusler hatte in den vergangenen Jahren einen harten Sanierungskurs bei der BayernLB umgesetzt, nachdem die Bank vor fünf Jahren mit Milliardenhilfen vor der Pleite gerettet werden musste. Seine Rücktrittsankündigung eine Woche nach der Landtagswahl in Bayern hatte bei der Staatsregierung für Bedauern gesorgt, da insbesondere Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) viel von Häusler hält und ihn gerne weiterhin im Amt gesehen hätte.

dpa

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