1,3 Milliarden Miese

BayernLB: Die tz erklärt die gravierendsten Probleme

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München - Die BayernLB musste dank ihrer Problem-Beteiligungen in Österreich und Ungarn im vergangenen Jahr einen Verlust von 1,32 Milliarden Euro verbuchen. Die tz erklärt, welche Probleme die BayernLB hat und warum Bank-Chef Johannes-Jörg Riegler trotzdem optimistisch ist.

Warum rutscht die BayernLB wieder in die roten Zahlen? Die größte Belastung ist der Streit die frühere BayernLB-Tochter Hypo Alpe Adria. Seit Jahren streiten beide Seiten darum, ob die Summe von 2,4 Milliarden Euro zurückgezahlt werden muss. Für den drohenden Zahlungsausfall musste die BayernLB in ihrer Bilanz 2014 einen Milliardenbetrag zurücklegen und stockte ihre eigene Risikovorsorge um fast 1,2 Milliarden Euro auf rund 1,5 Milliarden Euro auf. Österreich hatte die Abwicklungsanstalt für die marode Hypo Alpe Adria Anfang März stillgelegt und sämtliche Zahlungen an die Gläubiger gestoppt.

Was sagt BayernLB-Chef Johannes-Jörg Riegler zum Streit mit Österreich? Österreich versuche auf rechtswidrigem Weg, sich seiner Schulden zu entledigen, sagte Riegler. „Das schöne Land hat die Politiker-Kaste, durch die es gerade regiert wird, nicht verdient.“ Er hoffe, dass dort irgendwann mal wieder ein „Vernünftiger zu Wort kommt“, mit dem man dann ordentlich reden könne.

Welche Probleme hat die BayernLB in Ungarn? Auch hier lauert eine Problem-Tochter, die MKB. Im Sommer gab die Landesbank die Tochter für 55 Millionen Euro an den ungarischen Staat ab und verzichtete im Gegenzug auf hohe Forderungen. Insgesamt schlägt der Verkauf der MKB in der Bilanz mit einem Minus von 1,07 Milliarden Euro zu Buche.

Wie liefen die eigentlichen Geschäfte der Bank? Gar nicht mal so schlecht. In ihrem Kerngeschäft – ohne die Probleme der Altlasten – konnte die BayernLB vor Steuern einen Gewinn von 669 Millionen Euro erwirtschaften – ein Plus von 41 Prozent.

Was droht der BayernLB noch in Sachen Altlasten? Riegler ist zuversichtlich, dass die die BayernLB dieses Kapitel mit den Verlusten im vergangenen Jahr weitgehend abgeschlossen hat: „Wir können den Blick jetzt nach vorne richten. Das ist ein Meilenstein für uns.“

Zahlt die BayernLB die Staatshilfe an den Freistaat zurück? Sie ist im Soll. Die EU-Kommission hat die Bank dazu verdonnert, bis 2019 insgesamt fünf Milliarden Euro Staatshilfe an den Freistaat Bayern zurückzahlen. Bisher hat die BayernLB etwa 2,7 Milliarden Euro an den Freistaat gezahlt. „Wir werden alles tun, das zurückzuzahlen, was wir versprochen haben“, sagte Riegler. Nach Milliardenverlusten im Jahr 2008 vor der Pleite und musste mit Hilfe des Freistaats Bayern gerettet werden. Im kommenden Jahr will die BayernLB etwa 450 Millionen Euro an den Freistaat überweisen.

Mk.

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