Bayerns Schlecker-Frauen: Über die Hälfte arbeitslos

Nürnberg - Mehr als die Hälfte der zunächst arbeitslos gemeldeten Schlecker-Frauen in Bayern suchen noch eine Arbeit. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Bislang hätten lediglich 1269 der 3247 früheren Beschäftigten der insolventen Drogeriemarktkette eine neue Stelle gefunden - zumeist im Handel, teilte die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mit. Weitere 283 Schlecker-Frauen seien im Ruhestand, im Mutterschutz oder hätten sich krankgemeldet, erläuterte der Chef der BA-Regionaldirektion, Ralf Holzwart. Die Arbeitsmarktlage sei in den vergangen Monaten im Handel schwieriger geworden.

Im September hätten bayerische Unternehmen den Arbeitsagenturen zwar rund 5100 offene Stellen im Einzelhandel gemeldet. Zugleich hätten aber auch 25 803 Arbeitslose eine Arbeit im Handel gesucht. Dass nicht alle Schlecker-Frauen rasch vermittelt werden könnten, liege zum Teil wohl auch an deren Ortsgebundenheit. „Adäquate Arbeitsplätze liegen selten um die Ecke“, sagte Holzwart. „Zudem können die gewünschte Arbeitszeit oder zu hohe Lohnvorstellungen im Einzelfall einer Einstellung im Wege stehen.“ Wegen der Schlecker-Pleite haben in Deutschland 25 000 Menschen ihren Job verloren.

dpa

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