Bayerns Wirtschaftsminister warnt Schaeffler und Conti

+
Wirtschaftsminister Martin Zeil

München - Martin Zeil droht mit Nein zu Staatshilfen: "Hausaufgaben nicht gemacht" - "Verantwortungsloser Machtkampf auf dem Rücken der Arbeitnehmer"

Der Machtkampf zwischen dem bayerischen Familienkonzern Schaeffler und dem niedersächsischen Reifenhersteller Continental eskaliert und beunruhigt zunehmend die bayerische Staatsregierung. Nach dem nur vorläufig gescheiterten Versuch der Familie Schaeffler, Conti-Chef Karl-Thomas Neumann durch den von Schaeffler dominierten Aufsichtsrat abzusetzen, griff Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil ( FDP ) die Kontrahenten gestern in scharfer Form an. „Dieses öffentliche Aufeinandereinschlagen ist unerträglich“, sagte Zeil gegenüber dem "Münchner Merkur" (Samstagsausgabe). Weiter sagte Zeil dem Blatt: „Ich halte es für mehr als verantwortungslos, wie hier ein Machtkampf auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgetragen wird.“

Der Streit hatte sich daran entzündet, dass Neumann mit eigenen Vorschlägen zur Sanierung von Continental in die Offensive gegangen war, nachdem offenkundig wurde, dass Schaeffler sich bei der Conti-Übernahme verhoben hatte und das erforderliche Kapital zur Sanierung von Conti nicht auftreiben konnte. Zeil richtete jetzt eine scharfe Warnung an Schaeffler, das noch immer auf Staatshilfen hofft: „Bei Schaeffler sind die Hausaufgaben noch immer nicht gemacht. Wenn man so arbeitet, muss man ganz leise sein, was staatliche Hilfen betrifft.“

von Christian Deutschländer

Auch interessant

Meistgelesen

Audi-Chef Stadler in U-Haft genommen - Nachfolge soll feststehen
Audi-Chef Stadler in U-Haft genommen - Nachfolge soll feststehen
Aldi Süd hat Swimming-Pool im Angebot - doch er hat einen großen Nachteil
Aldi Süd hat Swimming-Pool im Angebot - doch er hat einen großen Nachteil
Rewes WM-Tweet geht voll nach hinten los - Supermarkt-Kette löscht ihn zerknirscht wieder
Rewes WM-Tweet geht voll nach hinten los - Supermarkt-Kette löscht ihn zerknirscht wieder
Lidl postet scheinbar harmlosen Witz  - und verprellt damit zahlreiche Kunden
Lidl postet scheinbar harmlosen Witz  - und verprellt damit zahlreiche Kunden

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.