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Gewinn soll gesteigert werden

Daimler auf Sparkurs: Es geht um 3 Milliarden

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Viele Kosten müssen ab 2013 eingespart werden: Daimler hat sich ein 3-Miiliarden-Sparprogramm verordnet.

Stuttgart/Hamburg - Die Erwartungen für 2012 hat Daimler-Chef Zetsche wegen der Absatzflaute bereits nach unten geschraubt. Mit einem Sparprogramm steuert er gegen.

Von 2013 an will der Manager einem Medienbericht zufolge jährlich drei Milliarden Euro sparen. 

Mit seinem neuen Sparprogramm will der Autobauer Daimler den Gewinn einem Medienbericht zufolge jährlich um mindestens drei Milliarden Euro steigern. Wie das „Manager Magazin“ unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, wird die genaue Summe derzeit noch errechnet. Ein Daimler-Sprecher nannte die Zahl am Donnerstag „reine Spekulation“. Bislang hatten Medien lediglich über ein Sparziel von mehr als einer Milliarde Euro berichtet. Daimler-Chef Dieter Zetsche selbst hat bisher keine Größenordnung genannt, die Details des Sparprogramms „Fit for Leadership“ sollen erst noch präsentiert werden.

Daimler kämpft derzeit wie viele Konkurrenten in Europa mit sinkenden Absatzzahlen, auch in China haben die Schwaben Probleme. Zetsche hatte bereits im September eingeräumt, dass der operative Gewinn in der Pkw-Sparte in diesem Jahr unter dem Rekordwert von 2011 mit 5,2 Milliarden Euro bleiben werde. Den Bericht über das dritte Quartal will Daimler am 25. Oktober präsentieren.

So viel kassierten die Bosse der Dax-Konzerne 2011

Sie wollten immer schon wissen, was Deutschlands mächtigste Bosse verdienen? Klicken Sie sich durch und sehen Sie, wieviel die Konzernlenker der 30 Dax-Unternehmen kassieren. Die Zahlen stellen die Verdienste inklusive langfristiger Vergütungsbestandteile im Jahr 2011 dar. Quellen sind das manager magazin, die Humboldt Universität und das Statistische Bundesamt. © dpa
30 Martin Blessing (Commerzbank) 500.000 € © dpa
29 Thomas-B. Quaas (Beiersdorf) 1.649.000 € © dpa
28 Norbert Steiner (K+S) 2.217.000 € © dpa
27 Dr. Georg Pachta-Reyhofen (MAN) 2.626.000 € © dpa
26 Christoph Franz (Lufthansa) 2.798.000 € © dpa
25 Dr. Eckhard Cordes (Metro) 3.152.000 € © dpa
24 Ulf Schneider (Fresenius SE) 3.234.000 € © dpa
23 René Obermann (Deutsche Telekom) 3.237.000 € © dpa
22 Reto Francioni (Deutsche Börse) 3.536.000 € © dpa
21 Dr. Nikolaus von Bomhard (Münchener Rück) 3.625.000 € © dpa
20 Dr. Ben Lipps (FMC) 3.628.000 € © dpa
19 Peter Bauer (Infineon) 3.680.000 € © dapd
18 Dr. Bernd Scheifele (Heidelberg Cement) 3.757.000 € © dpa
17 Karl-Ludwig Kley (Merck) 4.200.00 € © dapd
16 Michael Diekmann (Allianz) 4.386.000 € © dpa
15 Marijn Dekkers (Bayer) 4.418.000 € © dpa
14 Dr. Johannes Teyssen (E.ON) 4.515.000 € © dpa
13 Kurt Bock (BASF) 4.749.000 € © dpa
12 Heinrich Hiesinger (ThyssenKrupp) 5.026.000 € © dpa
11 Dr. Frank Appel (Deutsche Post) 5.221.000 € © dpa
10 Kasper Rorsted (Henkel) 5.410.000 € © dpa
9 Herbert Hainer (Adidas) 5.940.000 € © dpa
8 Dr. Norbert Reithofer (BMW) 6.134.000 € © dpa
7 Dr. Jürgen Großmann (RWE) 6.408.000 € © dpa
6 Bill McDermott/ Jim Hagemann Snabe (SAP) 6.588.000 € © dpa
5 Prof. Dr. Wolfgang Reitzle (Linde) 6.741.000 € © dpa
4 Peter Löscher (Siemens) 8.623.000 € © dpa
3 Dr. Dieter Zetsche (Daimler) 8.654.000 € © dpa
2 Dr. Josef Ackermann (Deutsche Bank) 9.355.000 € © dpa
1 Prof. Dr. Martin Winterkorn (Volkswagen) 17.456.000 € © dpa

Dem Magazinbericht zufolge müssen wegen der aktuellen Probleme mindestens drei Milliarden Euro eingespart werden, um die ab 2013 angepeilte Umsatzrendite - also das Verhältnis von operativem Gewinn zu den Erlösen - in der Pkw-Sparte von zehn Prozent zu erreichen. Im vergangenen Jahr waren es neun Prozent. Die auch Ebit-Marge genannte Kennziffer dient als Gradmesser für die Profitabilität einer Firma. Daimler liegt hier bereits seit längerem hinter den Konkurrenten Audi und BMW zurück. Bis 2020 wollen die Stuttgarter die Nummer eins im Oberklasse-Segment werden.

Das „Manager Magazin“ schreibt unter Berufung auf eine Daimler-interne Studie, dass die Stuttgarter personell deutlich zu breit aufgestellt seien. Demnach beschäftigt Daimler im Vergleich zu BMW und Audi 8000 bis 10 000 Mitarbeiter zu viel.

Ein Unternehmenssprecher sagte, eine solche interne Studie sei ihm nicht bekannt. Daimler habe nicht zu viele Beschäftigte. Ohnehin ließen sich die Mitarbeiterzahlen der drei Konkurrenten nicht vergleichen, weil die Unternehmen völlig unterschiedliche Strukturen hätten, wie etwa beim Händlernetz. „Fit for Leadership“ sei ein Effizienz- und kein Stellenabbau-Programm, betonte der Daimler-Sprecher. Ende Juni arbeiteten bei Daimler weltweit knapp 274 000 Menschen.

dpa

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