Bericht: BMW und Peugot/Citroën beenden Kooperation

München/Paris - Die Autobauer BMW und PSA Peugeot Citroën beenden laut einem Zeitungsbericht ihre Zusammenarbeit bei Benzinmotoren. Ab 2016 solle die gemeinsame Motorenentwicklung eingestellt werden.

Dies berichtete die Online-Ausgabe der Zeitung "Les Echos" am Dienstagabend. "Hauptscheidungsgrund" sei, dass "die von den Deutschen übernommene Technik nicht mehr mit der von Peugeot kompatibel ist". Vom französischen Autobauer hieß es hingegen, es gebe keine Anzeichen, dass die Kooperation eingestellt würde. "Wir werden die Gerüchte nicht kommentieren", sagte der Pressesprecher von PSA, Jean-Baptiste Thomas, der Nachrichtenagentur AFP.

Dem PSA-Sprecher zufolge steht hinter der "Mutmaßung" die Entscheidung von BMW, die nächste Generation des Mini mit einem eigens entwickelten Motor auszustatten. Die neuen Minis sollen im kommenden Jahr auf den Markt gebracht werden. Noch sei es aber "verfrüht", über die Zukunft der Kooperation bei den 1,4- und 1,6-Liter-Benzinmotoren zu sprechen, sagte Thomas.

Laut "Les Echos" ist die Anfang 2012 angekündigte Partnerschaft von PSA mit dem US-Autokonzern General Motors (GM) der Hauptgrund für den möglichen Bruch mit BMW. "Diese hat das Zerwürfnis zementiert", zitiert die Zeitung BMW-Kreise. Bis zur Allianz mit GM "war die Zusammenarbeit mit BMW eine der einträglichsten für PSA", heißt es in dem Bericht. Die Zusammenarbeit besteht seit 2002 und wurde 2010 erneuert. Vor einem Jahr hatten PSA und BMW ihre Zusammenarbeit bei Hybrid-Fahrzeugen beendet.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Musterverfahren nach VW-Übernahmeschlacht
Musterverfahren nach VW-Übernahmeschlacht
Gericht verurteilt Tapetenhersteller zu Millionenbußen
Gericht verurteilt Tapetenhersteller zu Millionenbußen
Dämpfer für Aktionäre im Musterverfahren zu VW-Übernahmeschlacht
Dämpfer für Aktionäre im Musterverfahren zu VW-Übernahmeschlacht
Grüne fordern mehr Transparenz bei Prüfung und Zulassung von Glyphosat in Europa
Grüne fordern mehr Transparenz bei Prüfung und Zulassung von Glyphosat in Europa

Kommentare