Berlin und Moskau: Verträge in Milliardenhöhe

Jekaterinburg - Bei ihren Konsultationen in Jekaterinburg haben Deutschland und Russland Verträge in Milliardenhöhe geschlossen. Der Siemens-Konzern darf sich über ein lukratives Geschäft freuen.

Im Beisein von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Kremlchef Dmitri Medwedew vereinbarten der Siemens-Konzern, die russische Staatsbahn RZD und die Moskauer Firma Aeroexpress am Donnerstag den Bau von Zügen für Russland. Russland will im Lauf der kommenden zehn Jahre 240 Regionalzüge für 2,2 Milliarden Euro bestellen. Zudem sollen für 600 Millionen Euro russische Rangierbahnhöfe saniert werden, hieß es in einer Absichtserklärung. Siemens unterzeichnete auch eine Absichtserklärung für ein Forschungszentrum in der geplanten Innovationsschmiede Skolkowo vor den Toren Moskaus, einem Ort nach dem Vorbild von Silicon Valley in den USA.

Zudem plant das Unternehmen mit zwei lokalen Partnern eine Gemeinschaftsfirma im Bereich Windenergie. Russland will bis 2020 umgerechnet fünf Milliarden Euro in diese Zukunftsbranche investieren, davon könnte Siemens etwa eine Milliarde Euro erhalten. Im Gespräch war auch eine Lieferung von elf A330-Flugzeugen von Airbus an Russland im Volumen von 2,2 Milliarden Euro. Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) unterzeichnete in Jekaterinburg mit seiner russischen Amtskollegin Tatjana Golikowa ein bilaterales Gesundheitsabkommen.

Auch eine Absichtserklärung für die Fortbildung russischer Manager in Deutschland wurde in der Stadt am Ural auf den Weg gebracht. Die wirtschaftlich starken Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sollten bei den Konsultationen um eine intensive wissenschaftlich-technische Kooperation sowie Investitionen in Innovationen erweitert werden. Das hatte der neue russische Botschafter in Deutschland, Wladimir Grinin, vor dem Treffen in einem Moskauer Zeitungsinterview gesagt.

dpa

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