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Betongold boomt

Immobilienkäufe steigen auf höchstes Niveau seit 2007

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Neubauten im Münchner Stadtquartier "Arnulfpark": In Zeiten von Mini-Zinsen boomt das Geschäft mit Immobilien.

Berlin - Das Immobilien-Geschäft in Deutschland boomt: Rund 900.000 Häuser und Wohnungen im Wert von rund 191 Milliarden Euro wurden 2014 verkauft, so der Bericht der amtlichen Gutachterausschüsse.

Zuletzt war das Investitionsniveau demnach 2007 höher. Auch die Preise für Wohneigentum stiegen stark an."Die Preisentwicklung auf dem Wohnimmobilienmarkt dürfte sich weiter fortsetzen", erklärte Siegmar Liebig vom Arbeitskreis der Gutachterausschüsse. Insbesondere treffe dies für Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser zu. Besonders deutlich angestiegen sind die Preise - aber auch die Menge der verkauften Immobilien - demnach in Städten und städtischen Kreisen. So seien die Investitionen für Eigenheime zwischen 2009 und 2014 um jährlich 5,5 Prozent gestiegen. Die Kaufpreise legten im gleichen Zeitraum um 3,3 Prozent pro Jahr zu.

Großer Unterschied zwischen Stadt und Land

Deutliche Unterschiede beim Kaufpreis für Eigenheime gab es zwischen Stadt und Land: In den Großstätten stiegen die Preise im Schnitt jährlich um zehn Prozent an. Die höchsten durchschnittlichen Kaufpreise pro Quadratmeter für Ein- und Zweifamilienhäuser wurden 2014 in München (7.200 Euro), dem Landkreis Dachau (4.200 Euro) und Düsseldorf (4.000 Euro) erzielt. Sehr niedrige Wohnflächenpreise von 500 Euro pro Quadratmeter wurden etwa in den Landkreisen Mansfeld-Südharz (Sachsen-Anhalt), im Kyffhäuserkreis (Thüringen) oder Osterode am Harz (Niedersachsen) registriert.

Ebenfalls ein deutliches Umsatzwachstum mit deutschlandweit jährlich rund zehn Prozent gab es den Experten zufolge bei Eigentumswohnungen. Die Kaufpreise stiegen im Schnitt dagegen etwas weniger stark an - und zwar um 2,7 Prozent. Allerdings gab es auch bei den Wohnungen je nach Preiskategorie starke Unterschiede: In den oberen Segmenten stiegen die Preise demnach im Schnitt um jährlich sechs Prozent, bei günstigen Wohnungen blieben sie stabil oder gingen leicht zurück.

Vonovia will Deutsche Wohnen übernehmen

Auch bei Mehrfamilienhäusern tat sich den Immobilienexperten zufolge in den vergangenen Jahren einiges. Grund dafür seien auch die "jüngsten Deals großer Wohnungsbestände". Damit spielten die Experten auf die Übernahmen bei den großen Wohnimmobilienkonzernen an. Ein weiterer "Deal" steht dort unmittelbar bevor: Deutschlands größte Immobiliengesellschaft Vonovia will die Nummer zwei im Markt, die Deutsche Wohnen, übernehmen. Das Bundeskartellamt gab am Montag grünes Licht - Deutsche Wohnen ist allerdings dagegen.

Neben den Preisen für Wohnimmobilien stiegen auch die Kosten für Agrarflächen - zwischen 2009 und 2014 bundesweit jährlich um etwa zwölf Prozent. In den westlichen und nördlichen Bundesländern kostete im Jahr 2014 der Quadratmeter Ackerfläche rund 3,30 Euro, in den östlichen Ländern lag der Quadratmeterpreis bei etwa einem Euro. Den Gutachtern zufolge werden sich die Preise künftig weniger stark entwickeln.

AFP

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