Betrug bei der Wohnungssuche

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Bestehen Sie bei der Wohnungssuche darauf, die Wohnung zusammen mit dem Makler oder Vermieter zu besichtigen.

Betrüger nutzen die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt und locken bei der Wohnungssuche mit billigen Angeboten. Wer auf die falschen Inserate reinfällt, verliert oft viel Geld. Hier erfahren Sie, was Sie beachten sollten.

Sie sind auf Wohnungssuche und scheinen im Internet für einen unschlagbaren Preis fündig geworden zu sein. Wahrscheinlich können Sie Ihr Glück im ersten Moment gar nicht fassen. Doch bevor Sie mit einem Glas Sekt anstoßen, sollten Sie prüfen, ob Sie nicht auf einen Trick hereingefallen sind. Es gibt genug Gründe, Vorsicht walten zu lassen.

Wohnungssuche: die Masche der Betrüger

Eine aus Zeitungsinseraten bekannte Masche ist auch bei der Wohnungssuche auf Internetportalen weit verbreitet. Betrüger ködern dabei mit einer Traumwohnung, die zu einem enorm günstigen Preis zu haben sein soll. Schöne Bilder, eine gute Adresse und eine freundliche Anzeige überzeugen viele Suchende sofort. Wer sich auf die Annonce meldet, bekommt meist eine Mail in englischer Sprache. In dieser erklärt der Vermieter, aus beruflichen Gründen im Ausland zu sein. Die Wohnung darf der Interessent auf Wohnungssuche dennoch besichtigen. Den Schlüssel will der Vermieter per Post zuschicken. Die einzige Voraussetzung: Für den Schlüssel und sein angebliches Vertrauen möchte er eine Kaution haben. Die soll entweder überwiesen oder dem Postservice-Dienstleister übergeben werden. Wer sich darauf einlässt, wird schnell feststellen, dass es weder Schlüssel noch Wohnung gibt. Das Geld ist dann weg und in der Regel nicht wiederzubeschaffen.

Aufklärung des Betrugs bei Wohnungssuche eher unwahrscheinlich

In einem solchen Betrugsfall bleibt dem Opfer nichts anderes übrig, als schnell das Immobilien-Portal zu informieren und die Polizei einzuschalten. Da sich die Täter meist im Ausland befinden und eine Briefkastenfirma betreiben, sind die Chancen auf eine Aufklärung jedoch relativ gering. Internet-Wohnungsbörsen haben zwar Filter programmiert, mit denen sie unseriöse Angebote schnell erkennen und löschen können, doch eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Da die Zahl der Trickbetrügereien immer weiter zunimmt, bleibt bei der Wohnungssuche eigentlich nur eines – misstrauisch bleiben. Die wichtigsten Informationen fasst techfacts.de zusammen.

Fünf Tipps: So schützen Sie sich bei der Wohnungssuche vor Betrügern

  • Hinterfragen Sie unrealistisch günstige Wohnungsangebote. Besonders in Großstädten, wie München oder Hamburg, haben Wohnungen nun einmal ihren Preis. Ein Blick in den aktuellen Mietspiegel oder eine Beratung durch einen Immobilienmakler kann helfen, ein Gefühl für die Preise auf dem Wohnungsmarkt zu bekommen.
  • Glauben Sie nicht alles, was Sie auf Fotos sehen. Egal, ob es sich um Bilder der Wohnung oder um Passkopien handelt – diese können leicht kopiert und gefälscht werden.
  • Bestehen Sie immer auf ein persönliches Treffen mit dem Vermieter oder dem Makler. Ist das Angebot echt, haben diese in der Regel ebenfalls ein sehr großes Interesse daran, den potenziellen neuen Mieter kennenzulernen.
  • Zahlen Sie bei einer unverbindlichen Besichtigung für keinerlei Leistungen per Vorkasse! Auch eine Aufforderung per Treuhandservice zu zahlen, kann sich als Trick herausstellen. Mit ähnlichen Maschen arbeiten Betrüger übrigens beim Autoverkauf, in Online-Dating-Börsen oder bei der Jobvermittlung.
  • Melden Sie den Betrug oder Betrugsversuch der Polizei und der Internet-Wohnungsbörse. So helfen Sie, andere auf Wohnungssuche vor Trickbetrügern zu bewahren.

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