Bilfinger will mit Stellenstreichungen Millionen sparen

+
Im vergangenen Jahr musste der Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger einen Rekordverlust von fast einer halben Milliarde Euro verzeichnen. Foto: Uwe Anspach/Illustration

Mannheim (dpa) - Der kriselnde Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger will auch mit dem Abbau von Jobs pro Jahr rund 100 Millionen Euro sparen.

"Die Konzernzentrale in Mannheim wird schlanker aufgestellt und neu ausgerichtet", teilt das Unternehmen am Abend mit. Auch der Bereich Industrial sei betroffen. Wie viele Stellen gestrichen werden sollen, wurde zunächst nicht bekannt. Die Verhandlungen liefen, sagte ein Unternehmenssprecher.

Zugleich seien Millioneninvestitionen in einheitliche und leistungsfähige IT-Systeme geplant, die noch vom Aufsichtsrat genehmigt werden müssen. Finanzvorstand Axel Salzmann betonte in der Mitteilung: "Durch kluge Investitionen in die Zukunft und schlankere Kostenstrukturen steigern wir die Leistungskraft unseres Geschäftsmodells und stellen Bilfinger wettbewerbsfähiger auf."

Im vergangenen Jahr musste der Konzern unter anderem wegen gekappter Investitionen in der Öl- und Gasindustrie im Zuge des Ölpreisverfalls einen Rekordverlust von fast einer halben Milliarde Euro verzeichnen und strich die Dividende. Ende April trat überraschend Vorstandschef Per Utnegaard zurück. Als Nachfolger soll der Linde-Manager Thomas Blades den Konzern wieder in ruhigeres Fahrwasser führen.

Bilfinger-Mitteilung

Auch interessant

Meistgelesen

Deutlich weniger Motorräder in Deutschland verkauft
Deutlich weniger Motorräder in Deutschland verkauft
Motor-Show umwirbt Oldtimer-Fans mit Tempo-300-Klassikern
Motor-Show umwirbt Oldtimer-Fans mit Tempo-300-Klassikern
Kommentar: Wir arbeiten schon längst zu lange
Kommentar: Wir arbeiten schon längst zu lange
Alnatura hat Trennung von dm-Kette verkraftet
Alnatura hat Trennung von dm-Kette verkraftet

Kommentare