200 Millionen Euro Kosten

BMW plant neue Lackiererei

München - BMW will ab März in seinem Stammwerk an der Lerchenauer Straße eine neue Lackiererei errichten. 200 Millionen Euro kostet das Vorhaben.

Es ist gerade 14 Jahre her, dass BMW in seinem Stammwerk an der Lerchenauer Straße eine neue Lackiererei gebaut hat, damals die modernste ihrer Art. Alles Schnee von gestern. Ab März will BMW für rund 200 Millionen Euro schon wieder eine neue Lackiererei errichten – noch umweltfreundlicher und noch energiesparender als die alte.

Am Dienstag befasst sich der Umweltausschuss der Stadt mit den Neubauplänen des Automobilriesen. Derzeit lackiert BMW seine Limousinen in drei Schritten: Vorbehandlung mit Entfettung, Tauchlackierung und Unterbodenschutz, Lackieren mit Grundierungs-, Deck- und Klarlack. Und das bei 1000 Autos am Tag.

Nun will der Autobauer auf den „integrierten Lackierprozess“ umsteigen, das sind dann zwei Wasserlackschichten und Klarlack. Dabei muss vor allem bei der Trocknung nicht mehr so viel geheizt werden, derzeit wird zweimal getrocknet, einmal bei 80 Grad, einmal bei 160. Künftig gibt es nur eine Trocknung bei 140 Grad. Damit spart BMW dann 60 Prozent an Erdgas, braucht 25 Prozent weniger Strom und statt bislang 1,74 Kilogramm Lösemittel werden pro Auto nur noch 1 bis 1,2 Kilo benötigt.

Auch die Hohlraumversiegelung wird erneuert. Schon im März sollen die Bauarbeiten beginnen, Mitte 2017 die neue Anlage in Betrieb genommen und die alte Lackiererei stillgelegt werden. Die neue soll 20 Jahre arbeiten.

J. Welte

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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