BMW plant Sonderschichten

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BMW plant Zusatzschichten.

München - Der Autobauer BMW plant in seinen Werken München und Leipzig ab Herbst wieder Sonderschichten. An beiden Standorten werden im September zusätzliche Samstagsschichten eingelegt.

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Absatzschwund bei BMW im Juni abgebremst

Das sagte ein Sprecher des Unternehmens am Freitag in München. BMW will damit vor allem den Ausstoß der kleineren Baureihen wie dem 1er und dem 3er hochfahren. Hinzu kommt der Start des kleinen Geländewagens X1, der ab 24. Oktober bei den Händlern stehen soll. BMW begründete den Zuwachs mit ersten Anzeichen für eine Erholung am Markt.

“Wir haben einige Schwalben gesehen, wissen aber noch nicht, ob der Sommer kommt.“ Zumindest auf wichtigen Märkten wie China oder Deutschland sei es zuletzt aber ordentlich gelaufen. “Wir haben für das zweite Halbjahr anspruchsvolle Ziele.“

In München will BMW die Produktion von 800 Fahrzeugen im Mai bis Herbst auf etwa 1000 Fahrzeuge am Tag steigern. In Leipzig soll der Ausstoß von 400 auf dann 730 klettern. Dieser Prozess laufe bereits, sagte der Sprecher. Zuletzt seien in München etwa 900 Fahrzeuge am Tag vom Band gelaufen und in Leipzig etwa 600. In Leipzig sorgt vor allem der X1 für Zuwächse, von dem ab September etwa 350 am Tag gebaut werden sollen. Außerdem wird ein Teil der 3er-Produktion nach München verlagert, um mehr Platz für den 1er zu schaffen. Vom 3er waren in Leipzig zuletzt bis zu 150 Fahrzeuge am Tag gebaut worden.

Auch zum Mittel der Kurzarbeit muss BMW immer weniger greifen. Im Juni waren bei BMW noch etwa 12 000 Mitarbeiter in Kurzarbeit, davon rund 10 500 am größten Standort in Dingolfing. Dort werden der 5er und 6er gebaut, bei denen die Nachfrage im Zuge der Krise besonders drastisch eingebrochen war. Hinzu kommt, das beide Modelle schon einige Jahre auf dem Buckel haben. Darüber hinaus wird noch im Komponentenwerk in Landshut und im Motorradwerk in Berlin kurz gearbeitet. Im Februar waren in den deutschen BMW-Werken wegen des Absatzrückgangs noch rund 25 000 Menschen in Kurzarbeit.

In Dingolfing in Niederbayern mit rund 19 000 Beschäftigten wird die Kurzarbeit früheren Angaben zufolge im September und Oktober aber zumindest ausgesetzt, weil dann auch die Produktion des neuen 5er Gran Turismo startet. Ab November könnten die Mitarbeiter dort aber bereits wieder weniger arbeiten. BMW versucht deshalb momentan, Mitarbeiter an anderen Standorten einzusetzen. So werden beispielsweise 300 Mitarbeiter in Dingolfing abgezogen und in München eingesetzt. Aus Regensburg gehen 200 Mitarbeiter nach Leipzig.

dpa

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