Münchens Touristenmagnet

BMW-Welt: Er ist der Chef der 1000 Räume

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Helmut Käs leitet die BMW-Welt – das Aushängeschild der Marke

München - Die BMW-Welt ist ein wahrer Touristen-Magnet. Die tz hat mit Helmut Käs, dem Chef der BMW-Welt, über die Münchner Institution gesprochen.

Die beliebteste Touristenattraktion in Bayern? Die BMW-Welt ist mit drei Millionen Besuchern pro Jahr der Touristen-Magnet schlechthin! Über 1000 Räume sind in dem Architekturjuwel versteckt, die BMW-Welt beherbergt die längste freitragende Fußgängerbrücke Bayerns. Die tz hat mit Helmut Käs, dem Chef der BMW-Welt, über diese Münchner Institution gesprochen:

Die BMW-Welt ist die Touristenattraktion Nummer Eins in Bayern. Wie kommt das?

Helmut Käs, Chef der BMW-Welt: Da ist natürlich die spektakuläre Architektur. Das ist auch für München ein wichtiges Signal nach außen – schließlich will die Stadt ja nicht ausschließlich mit Biergärten, Oktoberfest und Bierkultur assoziiert werden. Wir stehen für das moderne und das kulturelle München. Außerdem wirkt die Marke BMW weltweit. Gerade Touristen aus den USA und Fernost kommen sehr gerne in die BMW-Welt, für sie ist die Marke BMW besonders attraktiv. Unsere Besucher sollen nicht einfach nur durch die BMW-Welt laufen, sondern wirkliche Erlebnisse mitnehmen.

Viele der Kunden, die ein Auto hier abholen sind ziemlich weit gereist …

Käs: Das stimmt. Wir liefern im Jahr über 22 000 Fahrzeuge aus – und auch hier kommt die Kundschaft aus aller Welt! Besonders unsere nordamerikanischen Kunden genießen diesen Service. Viele verbinden die Abholung mit einem Kurztrip durch Europa und fahren in ihrem eigenen neuen Automobil nach Italien, Frankreich oder Spanien, von wo wir ihre Autos verschiffen. Vor allem für die US-amerikanischen Kunden spielt auch die „German Autobahn“ eine wichtige Rolle …

Die BMW-Welt liegt direkt gegenüber vom Stammwerk …

Käs: Diese Nähe nutzen wir, die Werkführungen gehören zu den Highlights. Den Stand der automatisierten Produktion zu erleben – das ist nicht nur für Autofans ein Erlebnis. Und übrigens: In der BMW-Welt selbst bauen wir auch knapp 4500 Autos pro Jahr…

Haben Sie eine kleine Außenstelle des Werks eröffnet?

Käs (lacht): Quasi. In unserem Junior-Campus bauen Kinder von fünf bis 13 Jahren kleine Automodelle. Wir bringen über 30 000 Kindern pro Jahr, darunter viele Schulklassen, losgelöst von unseren Marken, näher, was Mobilität bedeutet und welche Technik dahinter steckt.

Die BMW-Welt hat fast rund um die Uhr geöffnet. Wie kommt das?

Käs: Wir haben an 360 Tagen im Jahr geöffnet, von halb acht bis Mitternacht. Die späte Schließung hat hauptsächlich mit unseren Restaurants und Kunden-Veranstaltungen zu tun. Das Gourmet-Restaurant Esszimmer, das von Starkoch Bobby Bräuer geleitet wird, hat zwei Michelin-Sterne und 18 Gault&Millau-Punkte. Dazu gibt es die Bavarie, unser internationales Restaurant im ersten Geschoss und die Biker‘s Lodge sowie die Cooper’S Snack Bar. Dadurch ist die BMW-Welt auch zum kulinarischen Treffpunkt geworden. 

Int.: Marc Kniepkamp

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