Zug-Produktion geht zurück

Bombardier streicht in Deutschland 1430 Stellen 

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Fabrikneue E-Loks vom Bombardier vor dem Kasseler Werk des Unternehmens.

Montreal/Berlin - Der Zug- und Flugzeugbauer Bombardier streicht in den nächsten zwei Jahren 7000 Arbeitsplätze. Weltweit seien 3200 Mitarbeiter der Bahnsparte Bombardier Transportation betroffen, davon 1430 Beschäftigte in Deutschland.

Das sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch in Berlin. Die Kürzungen kündigte der kanadische Konzern am Mittwoch in Montreal an. Damit werde die Stellenzahl an den Bedarf angepasst und die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert, hieß es zur Begründung. Die Zugsparte Bombardier Transportation hatte 2014 weltweit 39 700 Beschäftigte.

Welche Standorte in Deutschland betroffen seien, sei noch unklar. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern stünden erst am Anfang. Betroffen sei aber nicht nur die Stammbelegschaft, sondern auch Leiharbeiter und externe Mitarbeiter.

Der Stellenabbau soll vor allem die Produktion betreffen, wie es in einer Mitteilung des Konzerns hieß. Teilweise werde er kompensiert durch Neueinstellungen in Bereichen, die ein Wachstum verzeichneten, wie das Luftfahrtprogramm C Series. Dafür seien schon in den vergangenen Monaten neue Mitarbeiter eingestellt worden.

In Deutschland entwickelt und baut Bombardier in Hennigsdorf, Görlitz, Bautzen, Braunschweig, Kassel, Mannheim und Siegen Züge, Straßenbahnen und Lokomotiven.

Der Umsatz der Zugsparte schrumpfte nach Angaben vom Mittwoch im vergangenen Jahr von 9,6 Milliarden auf 8,3 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank leicht von 469 Millionen Dollar auf 465 Millionen Dollar. Der Konzern hatte schon in den vergangenen Jahren immer wieder Stellen gestrichen.

dpa/AFP

Pressemitteilung

Jahresergebnis Bombardier Transportation

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