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Rente, Kindergeld, Wohngeld: Wo es 2023 mehr Geld gibt

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Von: Patricia Huber

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2022 hat die Bundesregierung zahlreiche Änderungen auf den Weg gebracht. Was die Ampel für 2023 plant, welche finanziellen Verbesserungen drin sind.

Berlin – Im kommenden Jahr dürfen sich viele Haushalte über etwas mehr Geld freuen. Diverse Entlastungspakete der Bundesregierung sorgen für etwas vollere Geldbeutel für Verbraucher. Damit soll vor allem die Rekordinflation abgedämpft werden. Merkur.de fasst zusammen, wo es künftig mehr gibt und wo Verbraucher entlastet werden.

Rente soll steigen

Rentner können im kommenden Jahr voraussichtlich mit mehr Geld rechnen. In Westdeutschland sollen die Renten im Juli um rund 3,5 Prozent steigen und in Ostdeutschland um gut 4,2 Prozent. Die Daten sind vorläufig, Klarheit gibt es im Frühjahr. Unsere Tabelle zeigt, mit wie viel mehr Geld Rentner den oben genannten Werten zufolge rechnen dürfen:

Mehr Haushalte können Wohngeld beziehen

Ab Januar können sich mehr Haushalte über einen staatlichen Mietzuschuss freuen. Zu den bisher 600.000 Wohngeld-Haushalten sollen bis zu 1,4 Millionen weitere dazukommen. Das Wohngeld soll außerdem um durchschnittlich 190 Euro im Monat aufgestockt werden. Damit erhalten die berechtigten Haushalte im Schnitt rund 370 Euro monatlich. Wohngeld können Haushalte beantragen, die zwar keine Sozialleistungen beziehen, trotzdem aber wenig Geld haben.

Energiepauschale: Studenten erhalten das Geld 2023

Studenten und Fachschüler sollen eine Pauschale von 200 Euro zur Milderung der gestiegenen Kosten erhalten. Antragsberechtigt sind etwa 2,95 Millionen Studierende, die zum 1. Dezember an einer Hochschule in Deutschland immatrikuliert waren. Bund und Länder arbeiten noch an einer zentralen Antragsplattform, ausgezahlt werden soll die Energiepauschale voraussichtlich Anfang des Jahres.

Mehr Kindergeld ab Januar

Das Kindergeld soll zum 1. Januar auf einheitlich 250 Euro pro Monat und Kind steigen. Das bedeutet für das erste und zweite Kind ein Plus von 31 Euro und für das dritte Kind ein Plus von 25 Euro im Monat.

Bürgergeld löst Hartz IV ab – und Bezieher erhalten mehr Geld

Das Bürgergeld löst im Januar das Hartz-IV-System ab. Die Bezüge in der Grundsicherung steigen um mehr als 50 Euro, Alleinstehende erhalten künftig 502 Euro. Wesentliche Teile der Reform treten zum 1. Juli in Kraft. Die Jobcenter sollen sich stärker um Arbeitslose kümmern können. Besser als bisher soll die Vermittlung in dauerhafte Arbeit anstatt in einfache Helferjobs gelingen.

Gas- und Strompreisbremse: Entlastung von hohen Energiepreisen kommt

Viele Gas- und Stromkunden können ab März mit einer Entlastung rechnen: Dann sollen die geplanten Preisbremsen starten. So sollen Gasverbraucher für 80 Prozent ihres bisherigen Verbrauchs einen Bruttopreis von 12 Cent pro Kilowattstunde garantiert bekommen. Analog sind beim Strom 40 Cent je Kilowattstunde geplant. Die Vergünstigungen sollen nach dem Start rückwirkend auch für Januar und Februar greifen.

Mehr Geld für Home-Office-Arbeit

Künftig können statt 600 bis zu 1000 Euro Home-Office-Pauschale bei der Steuererklärung angesetzt werden. Die Pauschale zählt zu den Werbungskosten, für die allen Steuerzahlern ohnehin 1200 Euro angerechnet werden. Nur wer mit Home-Office-Pauschale und anderen Ausgaben über diesen Betrag kommt, profitiert. (ph/dpa)

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