Bundesländer wollen Opel Bürgschaften gewähren

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Drei Bundesländer wollen Opel Bürgschaften gewähren.

Berlin/Frankfurt - Drei von vier Bundesländern mit Opel- Standorten wollen laut einem Zeitungsbericht bereits am Dienstag Bürgschaften für den Autobauer auf den Weg bringen.

Damit wollten Thüringen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen den Druck auf die Bundesregierung erhöhen, berichtet das “Handelsblatt“ in der Dienstagausgabe. Opel-Chef Nick Reilly sagte der Zeitung, er sei zuversichtlich, dass am Dienstag im Lenkungsrat des Deutschlandfonds eine Vorentscheidung fallen und bis Anfang Juni Klarheit über das Hilfspaket der europäischen Regierungen herrschen werde. Wie zuvor bereits die “Süddeutsche Zeitung“ berichtete, geht die Thüringer Landesregierung mit ihrer geplanten Bürgschaft von 27,2 Millionen Euro von einem deutschen Garantierahmen von insgesamt 1,1 Milliarden Euro aus. Auf diese Summe kämen die Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers (PWC), die die Bundesregierung beraten.

Den Hauptanteil würde dabei der Bund mit einem Anteil von knapp 46 Prozent übernehmen, gefolgt von den Opel-Standortländern Hessen (29,19 Prozent), Nordrhein-Westfalen (7,11), Rheinland-Pfalz (5,61) und Thüringen (2,47 Prozent). Der Autokonzern hatte Hilfen über 1,3 Milliarden Euro aus dem Deutschlandfonds beantragt. Ob es tatsächlich eine staatliche Kreditbürgschaft gibt, ist offen. Nachdem der vom US-Staat gestützte alte und neue Mutterkonzern General Motors (GM) zuletzt erstmals seit Jahren einen hohen Gewinn auswies, wurden Stimmen lauter, die den Amerikanern eine Sanierung in Eigenregie abverlangen wollen. GM beharrt dagegen darauf, dass Bürgschaften unerlässlich seien.

Reilly sagte dem “Handelsblatt“, er hoffe, weniger Arbeitsplätze abbauen zu müssen, als bisher diskutiert wurde. “Wir planen derzeit, weniger als 4000 Stellen in Deutschland zu streichen und dies beruht auf einem Szenario, das weder besonders negativ noch besonders positiv ist. Sollten sich die Märkte jedoch mehr erholen als erwartet oder die Nachfrage nach einzelnen Fahrzeugen größer als erwartet ausfallen, kann diese Zahl auch noch kleiner werden.“ Reilly zufolge muss Opel etwa zwei Millionen Autos im Jahr verkaufen, um überlebensfähig zu sein. “Ob wir das aber bereits bis 2015 schaffen, da bin ich mir nicht sicher“, sagte er.

dpa 

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