Cebit mit leichtem Besucherplus

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Die Cebit schließt mit leichtem Besucherplus - 339.000 Menschen kamen zur Computermesse.

Hannover - Der Informationstechnologie-Branchenverband Bitkom und die Deutsche Messe haben eine positive Bilanz der Computermesse Cebit gezogen.

Die Mehrheit der rund 4.200 Aussteller habe volle Auftragsbücher und gehe sehr optimistisch in das Nach-Messe-Geschäft, sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer am Samstag in Hannover zum Abschluss der Messe. Der Veranstalter Messe AG freute sich über eine gegenüber dem Vorjahr gestiegene Besucherzahl.

Cebit 2011: Das sind die Trends

"Cloud Computing" ist einer der großen Trends auf der Computermesse Cebit in Hannover: Das Computern in der „Wolke“ bedeutet: Sie speichern Ihre Daten oder Programme nicht mehr zu Hause auf dem Rechner ab – sondern auf einem Server im Internet. © dpa
Vorteil des Cloud Computing: Egal, von wo aus (Büro, Daheim, Urlaub) und mit welchem Gerät (PC, Handy) Sie auch computern – Sie greifen immer auf die gleichen Daten zurück. Praktisch! Große Festplatten werden damit zunehmend überflüssig. © dpa
Ein Mitarbeiter zeigt am Stand von Microsoft die Benutzeroberfläche der Cloud-Anwendung von Microsoft. Microsoft will mit einer neuen Initiative das Cloud Computing in Deutschland voranbringen und in dem Wachstumsmarkt zum Tempomacher werden. © dpa
Die Benutzeroberfläche der Cloud-Anwendung von Microsoft. Insgesamt 30 Cloud-Projekte will das Unternehmen in Deutschland unterstützen und damit den neuen Trend zur Verlagerung von Computerdienstleistungen ins Netz stärken. © dpa
Cloud-Computing wird alltagstauglich: Web.de bohrt die Postfächer seiner Kunden auf: Direkt im Browser lassen sich nun auch Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware nutzen. © dpa
Nicht länger nebulös: Inzwischen setzen selbst Branchenriesen wie Microsoft, dem die Wolke lange suspekt war, auf Cloud-Technologie. © dpa
Kay Mantzel zeigt am Stand von Microsoft die Benutzeroberfläche der Cloud-Anwendung von Microsoft . © dpa
Lautsprecher im Smartphone-Format: Die Stereo-Box Beewi BBS300 bietet zwei Watt Leistung und ist auch als Freisprecheinrichtung einsetzbar. © Avenir Telecom/dpa/tmn
Mehr Antennen für mehr Geschwindigkeit: Nach Herstellerangaben schafft der WLAN-Router NBG5715 von Zyxel maximal 450 Megabit in der Sekunde. © Zyxel/dpa/tmn
Der Roboter-Dino Pleo Reborn kann Menschen erkennen und Tricks lernen - hat aber auch seinen eigenen Willen: Wer sich nicht kümmert, wird vergeblich auf ein gut gelauntes Urvieh warten. © Joker/Innvo Labs/dpa/tmn
Kameraleiste und zwei Streaming-Boxen: Wavi Xtion ist eine Bewegungssteuerung für den PC. Die Kameraleiste erinnert zumindest optisch an Microsofts Kinect. © Asus/dpa/tmn
Die Dockingstation für das Smartphone Atrix ist mit Tastatur und Display schon ein halbes Laptop. Motorola hat es deshalb Lapdock getauft. © Motorola/dpa/tmn
Sieht aus wie ein Stift, ist aber eine Maus: Die "Pen Maus" von Genius soll auf jeder Oberfläche funktionieren und vor allem für Reisende nützlich sein. © Genius/dpa/tmn
Und es hat Xoom gemacht - das gut 10 Zoll große Multitouch-Display des Motorola-Tablets löst mit 1200 mal 800 Pixeln auf. © Motorola/dpa/tmn
Gummierter Rand: Das Outdoor-Tablet Ulmo von Mitac kann nicht nur Stöße vertragen, sondern soll auch nach einem Wasserbad noch funktionieren. © Mitac/dpa/tmn
Ein Messebesucher fotografierteinen Tablet PC der Firma LG auf dem Messegelände in Hannover. © dpa
Eine Messebesucherin betrachtet am Montag Tablets der Firma ASUS. © dpa
Zwei Messebesucherinen spielen mit der Konsole W.A.V.I Xtion der Firma ASUS. © dpa
Ein Messebesucher betrachtet am Montag das Touch Systems der Firma 3M. © dpa
Die Spielkonsole "Nintendo 3DS". © dpa
Eine Mitarbeiterin der Firma ASUS präsentiert das ASUS Pad Transforming mit optionalem Keyboard. © dpa
Eine Mitarbeiterin der Firma ASUS präsentiert das ASUS Tablet Slide 10.1 Zoll mit ausziehbarem Keyboard. © dpa
Ein Mann hält das Pad Stylistic Q550 von Fujitsu in der Hand. © dpa
Ein Mann hält das Pad Stylistic Q550 von Fujitsu auf dem Messegelände in Hannover in der Hand. © dpa
Eine Frau zeigt an einem iPad den Übersichtsplan des IBM Standes auf dem Messegelände in Hannover. © dpa
Der Multichannel VPN Router 500/550 von Viprinet ist speziell auf die Einrichtung hochausfallsicherer Internetanbindungen in industriellen und mobilen Anwendungsszenarien ausgerichtet. © obs/Viprinet GmbH
Die Hand eines Standmitarbeiters zeigt auf den übergroßen Bildschirm eines Smartphones, auf dem der Besitzer eines Smart-Elektroautos die nächstgelegene Elektrotankstelle finden kann. © Focke Strangmann/dapd
Die Hand eines Standmitarbeiters hält am Stand von Microsoft ein Smartphone, auf dem der Ladezustand und andere Informationen eines Smart-Elektroautos angezeigt werden können, und mit dessen Hilfe die nächstgelegene Elektrotankstelle gefunden werden kann. © Focke Strangmann/dapd
Die Hand eines Standmitarbeiters hält am Stand von Microsoft ein Smartphone, auf dem der Ladezustand und andere Informationen eines Smart-Elektroautos angezeigt werden können, und mit dessen Hilfe die nächstgelegene Elektrotankstelle gefunden werden kann. © Focke Strangmann/dapd
Ein Polizist posiert mit einem iPhone mit einer Applikation (App) der nordrhein-westfälischen Polizei. © Volker Hartmann/dapd
Die nordrhein-westfälische Polizei hat zur Cebit unter dem Namen "Polizei NRW App" als bundesweit erste Länderpolizei eine eigene kostenlose Applikation, ein sogenanntes App, für Mobiltelefone gestartet. © Volker Hartmann/dapd
Eine Computermaus, eine sogenannte M440-ECO-Maus, des Herstellers Fujitsu. Die Maus ist biologisch abbaubar. Das Gehäuse der ECO-Maus besteht aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Maus M440 ECO ist aus einem einem Zelluloseacetat hergestellt. Plastik und PVC konnten dadurch ersetzt werden. © Jörg Sarbach/dapd
Ein Mann hät am Montag am Stand von LG das Smartphone LG Optimus 3D. © Ronny Hartmann/dapd
Rolf Schwirz, Vorstandsvorsitzender von Fujitsu Technology Solutions, zeigt am Montag bei der Pressekonferenz seines Unternehmens auf der Computermesse CeBIT in Hannover einen demnaechst erscheinenden Tablet-PC. © dpa
Messehostess Christiane posiert am Stand von Vodafone mit einem "Long Term Evolution" (LTE) - Modem (r.), dem Nachfolge-Standard für die mobile Datenübertragungstechnik Universal Mobile Telecommunications System (UMTS), und einem Digital Subscriber Line (DSL) - Router vom Typ Easybox 803. © Ronny Hartmann/dapd
Jörg Brinkmann, Geschäftsführer der Firma seeITnow, zeigt eine hochauflösende Kamera, die zur Ausstattung des Notarztwagens Firescout der Firma Cobixx (hinten) gehört. Mit der Kamera können Diagnose-Bilder von Notfallpatienten direkt an Kliniken versendet werden. Der Wagen verfügt auch über eine Rundumkamera, mit der bereits bei der Anfahrt Umgebungsbilder für die Piloten anfliegender Rettungshubschrauber erstellt werden koennen. © Focke Strangmann/dapd

Insgesamt 339.000 Menschen aus 90 Ländern besuchten die Cebit 2011. Das waren 5.000 Besucher mehr als im Vorjahr. Vergangenes Jahr war die Besucherzahl auf einen historischen Tiefstand von 334.000 gesunken. Nur die erste Cebit im Jahr 1986 hatte ebenfalls 334.000 Besucher. “Ingesamt kamen mehr als 80 Prozent der Gäste aus beruflichem Interesse nach Hannover“, sagte Messe-Vorstandsmitglied Ernst Raue.

Er bedauerte, dass der dreistündige Warnstreik der Lokführergewerkschaft GDL am Freitag die Anreise per Bahn für viele Besucher behindert habe. “Der Warnstreik hat uns am Freitag 10.000 Besucher gekostet.“ Insgesamt 248.000 Besucher reisten mit den öffentlichen Stadtbahnen der üstra an (Vorjahr 233.000).

Scheer sieht Rückenwind für die Branche

Die meisten Aussteller beurteilten den Messeverlauf nach Angaben des Verbandes Bitkom äußerst positiv. “Die Cebit hat der starken Konjunktur zusätzlichen Rückenwind gegeben“, sagte Verbandschef Scheer. Der Verband erwarte in diesem Jahr ein Wachstum des deutschen Marktes für Informations- und Kommunikationstechnik um zwei Prozent auf 145,5 Milliarden Euro und die gleiche Wachstumsrate auch im kommenden Jahr.

Scheer verteidigte Öffnung der Cebit für Endverbraucher. Die Messe zeige nicht “mehr nur Kisten und Software, sondern neue Lebensweisen, die uns alle betreffen“, sagte er. Darum sei es richtig, die Consumer auf die Messe zurückzuholen. In Zukunft werde man ohnehin nicht mehr genau zwischen Arbeit, Lernen und Freizeit unterscheiden können.

Über 500 Vorstände auf der Cebit

Nach Angaben von Messe-Vorstand Raue schickten über 500 internationale Konzerne Vorstände oder Verantwortliche ihres IT-Bereichs auf die Cebit 2011.

Diese Verantwortlichen hätten ein Einkaufsvolumen von über 50 Milliarden Euro repräsentiert, sagte Raue. Das potenzielle Investitionsvolumen auf der Cebit sei im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gestiegen. Die Messe habe für mehr als sieben Millionen Geschäftskontakte gesorgt. Für die Unternehmen gelte es nun, aus den Kontakten und Anfragen Umsatz zu realisieren. Die Cebit 2011 schließt am Samstagabend ihre Tore. Die nächste Cebit findet vom 6. bis 10. März 2012 in Hannover statt.

Von Jürgen Voges und André Klohn

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