Chef der "Wirtschaftsweisen" nennt EZB-Anleihekäufe "Todsünde"

Düsseldorf - Der Chef der “Wirtschaftsweisen“, Wolfgang Franz, lehnt Euro-Bonds und unbegrenzte Staatsanleihekäufe der Europäischen Zentralbank ab. Welche Gefahren der führende Experte sieht:

“Die Finanzierung von Staatsschulden durch eine Zentralbank gehört nach aller historischen Erfahrung zu den Todsünden einer Notenbank“, sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der “Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). “Sie setzt damit ihre Unabhängigkeit aufs Spiel und riskiert eine Inflation.“

Franz plädierte statt dessen für einen neuen Schuldentilgungspakt der Euro-Länder. Dabei würden die Euro-Staaten ihre Schulden oberhalb von 60 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt in einen gemeinsamen Tilgungsfonds einlagern und innerhalb von etwa 30 Jahren schrittweise abbauen.

dapd

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