Knabberartikel im Check

Chips-Test: Bio-Produkte fallen durch

München - Im Durchschnitt knabbert jeder Deutsche ein Kilogramm Chips pro Jahr – da lohnt es sich, einen Blick auf die Qualität des Produkts zu werfen. Die Stiftung Warentest hat unterschiedliche Sorten getestet.

Spätestens am Silvesterabend wird auch der größte Chips-Muffel schwach. Dann stehen bei den meisten Partygesellschaften die Kartoffelchips auf dem Tisch. Im Durchschnitt knabbert jeder Deutsche ein Kilogramm Chips pro Jahr – da lohnt es sich, einen Blick auf die Qualität des Produkts zu werfen. Die Stiftung Warentest hat unterschiedliche Sorten getestet. Die tz fasst die Ergebnisse zusammen:

Discounter gegen Markenprodukt: Bei den beliebten Paprikachips führt mit Funny-Frisch Chipsfrisch Ungarisch ein Markenhersteller das Feld an. Allerdings nur knapp vor den ebenfalls guten Chips von Rewe/ja! und Kaufland/K-Classic. Der Unterschied: Die Discounter-Chips kosten 38 Cent pro 100 Gramm, für den Testsieger müssen die Kunden 96 Cent pro 100 Gramm hinlegen.

Bio-Chips fallen durch: Ausgerechnet die Bio-Chips schneiden bei den Warentestern besonders schlecht ab. Die Note „mangelhaft“ verteilten sie für die Bio-Produkte Alnatura Kartoffelchips Paprika, die Original Lantchips Paprika und die Trafo Bio-Organic Karoffelchips light Paprika. Bei Alnatura und Lantchips fanden die Tester neben Sonnenblumenöl auch geringe Anteile von Palmöl oder Palmfett. Im Zutatenverzeichnis findet der Kunde aber nur Sonnenblumenöl – die Folge ist die Note „mangelhaft“. Die Original Bio-Lantchips konnten die Tester auch geschmacklich nicht überzeugen – sie rochen und schmeckten leicht ranzig.

Fettreduzierte Chips: Normale Chips haben meist einen Fettanteil von über 30 Gramm pro 100 Gramm Chips. Das ist bereits die Hälfte der akzeptablen Tagesration Fett einer Frau. Mit fettreduzierten Chips können Knabberfans am Fett sparen. Der Fettanteil dieser Produkte liegt zwischen 20,0 und 25,4 Prozent. Testsieger sind die fettreduzierten Chips von Aldi Nord. Ebenfalls gut sind die Lorenz Crunchips Light Paprika und die Chips des Discounters Penny (Line Kartoffelchips mit Paprika). Wer Fett sparen will, muss aber auch tiefer in die Tasche greifen. 100 Gramm Discounter-Chips kosten 66 Cent.

Stapelchips: Sie sind keine klassischen Kartoffelchips. Diese Chips werden in Röhren verkauft. Damit sie einheitlich passen, werden sie aus einem Teig ausgestanzt und frittiert. Dadurch schmecken sie nach Kartoffelpüree-pulver. Nur die Stapelchips von Aldi-Nord und Lidl schneiden mit Note 2,5 knapp gut ab.

Salz-Chips: Eigentlich braucht es für gute Chips nicht viel mehr als Karoffeln, Öl und Salz. Zwei Fabrikate aus England schneiden im Geschmackstest mit Note 2,0 am besten ab: Kettle Chips Sea Salt und Tyrrells Lightly Sea Salted. Testsieger bei den Salzchips sind die Funny-Frisch Ofenchips Meersalz – sie werden aus Kartoffelpulver hergestellt. Weil sie nicht frittiert, sondern gebacken werden haben sie einen Fettanteil von nur neun Prozent.

Mk.

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Rubriklistenbild: © dpa

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