Commerzbank scheitert mit neuem Bonussystem für Top-Mitarbeiter

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Das Logo der Commerzbank prangt am Hauptsitz der Bank in Frankfurt am Main. Foto: Daniel Reinhardt

Frankfurt/Main (dpa) - Die Commerzbank kann den Bonus-Deckel für Top-Mitarbeiter nicht wie geplant anheben.

Das Vorhaben, die Obergrenze für Sonderzahlungen von 100 auf 200 Prozent des Grundgehalts zu verdoppeln, scheiterte am Donnerstag bei der Hauptversammlung in Frankfurt.

Gegen den Plan stimmte unter anderem der Bund, der seit der Finanzkrise größter Einzelaktionär der zweitgrößten deutschen Bank ist. Weil bei der Hauptversammlung nur knapp 46 Prozent des gesamten Aktienkapitals des Dax-Konzerns vertreten waren, fiel der 17-Prozent-Anteil des Bundes besonders ins Gewicht. Kritiker sehen hohe Boni als Anreiz für riskante Geschäfte.

Mit der Regelung wollte die Commerzbank neue EU-Vorgaben voll ausschöpfen. Seit 2014 darf der Bonus für Banker grundsätzlich nur noch so hoch ausfallen wie deren fixe Bezüge. Nur wenn die Aktionäre zustimmen, darf der Bonus maximal das Doppelte des Grundgehalts betragen.

Die Deutsche Bank hatte sich diese 2:1-Regelung im vergangenen Jahr von ihren Eigentümern genehmigen lassen, die Commerzbank wollte nun nachziehen. Die Neuregelung hätte bei der Commerzbank aktuell für 210 Führungskräfte unterhalb des Vorstands und Top-Händler gegolten.

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