Commerzbank koppelt Boni an Kundenzufriedenheit

Frankfurt - Der Kunde ist König und der Bonus des Bankmitarbeiters abhängig von dessen Zufriedenheit. So handhabt es jedenfalls die Commerzbank. Betroffen sind 250 Führungskräfte.

Die Commerzbank macht die Boni für ihre Manager im Privatkundengeschäft von der Zufriedenheit der Kunden abhängig. “Wir befragen seit Februar monatlich 15 000 Kunden nach ihrer Zufriedenheit - das fließt direkt in die Managementbezahlung ein“, sagte ein Sprecher des Dax-Konzerns am Mittwoch. Die Ergebnisse dieser Erhebungen - etwa zur Qualität von Beratungsgesprächen - sollen zu einem Fünftel die Gesamtprämie beeinflussen.

Wirtschaftskrise: Diese Banken hat es am meisten

Wirtschaftskrise: Diese Banken hat es am meisten getroffen

Der Sprecher bestätigte einen Bericht des “Handelsblattes“, wonach im Privatkundengeschäft künftig 50 bis 60 Prozent des Jahresbonus an sogenannte Qualitätsziele gekoppelt werden sollen. Kriterien sind dabei auch die Entwicklung der Kundenzahl und des betreuten Vermögens. Variable Zahlungen haben dem Sprecher zufolge in dieser Sparte im Schnitt 45 Prozent Anteil an der Gesamtvergütung.

Die neuen Regeln greifen von Juni an und gelten für Bereichsvorstände sowie Regional- sowie Gebietsfilialleiter. Nach Angaben des Sprechers werden etwa 250 Führungskräfte davon betroffen sein. Für die Jahre 2008 und 2009 hatte die inzwischen mit Milliarden vom Staat gestützte Commerzbank keine Boni verteilt: Die Übernahme der angeschlagenen Dresdner Bank hatte auch die Commerzbank in Bedrängnis gebracht. Im vergangenen Jahr fielen 4,5 Milliarden Euro Verlust an.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Zum Fahrplanwechsel: Bahn erhöht Preise - auch Fernzugtickets teurer
Zum Fahrplanwechsel: Bahn erhöht Preise - auch Fernzugtickets teurer
Höhenflug beim Butterpreis geht wohl zu Ende
Höhenflug beim Butterpreis geht wohl zu Ende
GM bringt selbstfahrende Autos nach Manhattan
GM bringt selbstfahrende Autos nach Manhattan
Banken und Unternehmen machen Druck auf Brexit-Unterhändler
Banken und Unternehmen machen Druck auf Brexit-Unterhändler

Kommentare