Größter deutscher Verdachtsfall

"Cum-Ex"-Aktiengeschäfte: Ermittlungen bestätigt

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Die Münchner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen im Zusammenhang mit dubiosen Aktiengeschäften "Cum-Ex" bestätigt.

München - Die Münchner Staatsanwaltschaft bestätigt Ermittlungen im Zusammenhang mit dubiosen Aktiengeschäften "Cum-Ex". Es soll um 350 Millionen Euro hinterzogene Steuern gehen.

München (dpa) - Die Münchner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen im Zusammenhang mit dubiosen Aktiengeschäften „Cum-Ex“ bestätigt. Derzeit werde in zwei getrennten Ermittlungsverfahren sichergestelltes Material ausgewertet und rechtlich bewertet, erklärte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch am Montag in München. „Aus unserer Sicht stehen die Verfahren noch relativ am Anfang.“

Bislang größter Verdachtsfall in Deutschland

Nach Informationen von „Süddeutscher Zeitung“ (Montagsausgabe), NDR und WDR handelt es sich um den bislang größten Verdachtsfall in Deutschland mit fast 350 Millionen Euro hinterzogenen Steuern. Das Verfahren richte sich gegen fünf heutige und frühere Verantwortliche mehrerer Gesellschaften eines Kapitalanlagefonds. Steinkraus-Koch äußerte sich mit Hinweis auf das Steuergeheimnis nicht dazu.

Bei den auch „Dividendenstripping“ genannten Geschäften geht es um den raschen Kauf und Verkauf von Aktien rund um den Dividendenstichtag börsennotierter Unternehmen. Zahlreiche Banken, aber auch Fonds und Händler sollen in solche „Cum-Ex“-Geschäfte verwickelt gewesen sein.

dpa

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