Daimler investiert Milliarden in China

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Daimler plant wegen des Absatzbooms in Asien Milliardeninvestitionen in eine Motorenfertigung in China.

Stuttgart - Daimler plant wegen des Absatzbooms in Asien Investitionen in eine Motorenfertigung in China. Drei Milliarden Euro sollten in die Fertigung und weitere Projekte fließen.

Das sagte Vorstandschef Dieter Zetsche am Freitag in Peking. Die Motoren sind nur für den chinesischen Markt bestimmt. Start der Fertigung soll 2013 sein. Der Premiumhersteller will in diesem Jahr seinen Autoabsatz in China von 67 000 auf mehr als 100 000 Stück steigern. 2015 sollen dann rund 300 000 Autos abgesetzt werden. Der asiatische Markt nimmt nach Einschätzung des Daimler-Chefs eine immer bedeutendere Rolle für die Autobauer ein. “China wird zunehmend zum Gravitationszentrum der Automobilindustrie und für Mercedes-Benz Cars kurzfristig zum drittgrößten Absatzmarkt“, erklärte er. Am Vortag hatten Zetsche und der Vorstandschef des chinesischen Batterie- und Autohersteller BYD, Wang Chuanfu, die Gründung eines gemeinsamen Forschungs- und Technologiezentrums für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen in China vereinbart.

Rund 71 Millionen Euro lassen sich die beiden Unternehmen das Projekt kosten. 2013 soll das gemeinsam entwickelte Elektroauto auf den Markt kommen. Nach Einschätzung der Daimler-Spitze wird im zweiten Quartal das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei Mercedes-Benz Cars über dem Wert der ersten drei Monate des Jahres (806 Millionen Euro) liegen. Für das Gesamtjahr bekräftigte der Manager das Ziel, in der wichtigsten Sparte ein EBIT zwischen 2,5 und 3 Milliarden Euro zu erzielen. Für den Konzern peilt der Hersteller ein operatives Ergebnis von mehr als vier Milliarden Euro an. Das Sechs-Monats-Ergebnis lasse sich aber nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen, schränkte Zetsche ein. In der zweiten Jahreshälfte fielen bei Mercedes-Benz Cars höhere Ausgaben für CO2-bezogene Entwicklungen und für Investitionen in neue Modelle an, die das Ergebnis belasteten. Über die Höhe der Belastungen machte der Vorstandschef des Autobauers keine Angaben. Am 27. Juli legen die Stuttgarter ihre Halbjahreszahlen vor.

dpa

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