Folge der Sanktionen

Deutsche Exporte nach Russland brechen ein

Berlin/Moskau - Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland treffen den deutschen Außenhandel zunehmend.

Im August, dem Monat, ab dem die Sanktionen in Kraft traten, sanken die Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 26,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Von Januar bis August gingen die Ausfuhren demnach um 16,6 Prozent zurück. Dies sei der stärkste Einbruch seit der Finanzkrise 2009.

In der Rangliste der wichtigsten deutschen Exportländer rutschte Russland nach Angaben des Statistikamts auf Platz 13 ab. Im Vorjahr habe das Land noch Rang elf belegt. Aufgrund der schwachen Konjunktur hatten sich die deutschen Exporte nach Russland laut Statistischem Bundesamt bereits 2013 "überdurchschnittlich schwach" entwickelt. In den Jahren zuvor hatten die Ausfuhren dagegen Steigerungsraten um bis zu 30 Prozent erreicht.

Wegen des Ukraine-Konflikts haben die Europäische Union, die USA sowie weitere westliche Staaten Russland mit Sanktionen belegt. Betroffen sind beispielsweise Finanzgeschäfte, Rüstungsgüter und Technologie für den Energiesektor. Die Strafmaßnahmen setzten der russischen Wirtschaft in den vergangenen Monaten bereits stark zu. Der russische Rubel fiel am Dienstag mit 54 Rubel für einen Euro auf ein neues Rekordtief.

AFP

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa

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