DIHK-Studie

Deutsche gründen weniger Unternehmen denn je

München - Die Zahl der Firmengründungen in Deutschland hat ein historisches Tief erreicht. Dafür macht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag vor allem Kapitalmangel verantwortlich.

Das Interesse an Unternehmensgründungen ist nach einer Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) auf einem historischen Tiefstand. Die Berater der Kammern führten im vergangenen Jahr rund 235 000 Gespräche mit Existenzgründern - sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Das berichtet der „Focus“. DIHK-Präsident Eric Schweitzer warnte in dem Magazin: „Nach der Fachkräftelücke kommt nun die Unternehmerlücke.“

Als Gegenmaßnahmen forderte er von der Bundesregierung weniger Bürokratie bei der Firmenneugründung und steuerliche Erleichterungen für sogenanntes Wagniskapital, mit dem Startups finanziert werden. „Der Mangel an Eigenkapital ist gerade für vielversprechende High-Tech-Gründungen ein großes Hemmnis“, meinte Schweitzer. Laut DIHK dämpft paradoxerweise auch die gute Lage am Arbeitsmarkt die Gründungsfreude der Deutschen. Die Zahl der „Notgründungen“, also Selbstständigkeit nach einem Jobverlust, ist laut der Studie deutlich gesunken.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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