Deutsche haben Angst vor Kosten der Euro-Rettung

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Eine 2-Euro Münze. Die meisten Deutschen haben Angst, dass sie der Euro-Rettungsschirm teuer zu stehen kommt.

Hamburg - Die meisten Deutschen haben Angst, dass sie der Euro-Rettungsschirm teuer zu stehen kommt.

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins “Stern“ (Mittwoch) haben 38 Prozent der Befragten vor eventuellen Kosten große Sorgen, jeder Fünfte (22 Prozent) hat sogar sehr große Angst. Nur 14 Prozent sehen ausdrücklich keine größeren Risiken für Deutschland.

Deutlich weniger fürchten sich jüngere Menschen vor möglichen Einbußen durch die Euro-Rettung. In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen haben 50 Prozent große oder sehr große Sorge. Bei den 30- bis 44-Jährigen liegt der Wert bei 61 Prozent. Bei allen Altersgruppen darüber sind es 67 Prozent.

Die 16 größten Ängste der Deutschen

66 Prozent der Deutschen haben Angst vor einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. © dpa
65 Prozent fürchten sich vor einem Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland. © dpa
63 von 100 Deutschen befürchten höhere Lebenshaltungskosten. © dpa
Vor Naturkatastrophen wie einem Erdbeben wie hier in Indonesien haben 56 Prozent aller Deutschen Angst. © dpa
Keiner will im Alter ein Pflegefall sein. Deshalb haben 54 Prozent Angst davor, auf die Hilfe Fremder angewiesen zu sein. © dpa
Überforderte Politiker machen 53 Prozent der Deutschen Angst. © dpa
Schwere Erkrkankungen sind für 49 Prozent der Deutschen ein Grund zum Fürchten. © dpa
48 Prozent haben Angst, selbst arbeitslos zu werden. © ap
Terrorismus wie hier beim Attentat auf Staatsanwalt Buback verursacht bei 46 Prozent der Deutschen Angst. © dpa
37 Prozent der Deutschen haben Angst, dass sie ihren Lebensstandard im Alter nicht halten können. © dpa
Ebenfalls 37 Prozent befürchten Spannungen durch Ausländer. © dpa
Vor einer möglichen Drogensucht der eigenen Kinder haben 34 Prozent der Deutschen Angst. © dpa
Ein Krieg mit deutscher Beteiligung ist für 31 Prozent ein Angstfaktor. © dpa
30 Prozent der Befragten befürchten, im Alter einsam zu sein. © dpa
Straftaten machen 24 Prozent der Deutschen Angst. © dpa
Trotz hoher Scheidungsraten in Deutschland haben nur 16 Prozent der Deutschen Angst davor, dass ihre Partnerschaft zerbrechen könnte. © dpa

Ende März verabschiedeten die 27 EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel ein Paket zur Euro-Rettung. Mit der umfassendsten Reform seit Beginn der Währungsunion 1999 sollen Schuldenkrisen wie in Griechenland, Irland und zuletzt Portugal verhindert werden. Dazu stehen die EU-Staaten unter anderem mit Bareinzahlungen in Milliardenhöhe in den permanenten Rettungsfonds ESM ein.

Deutschland muss demnach rund 22 Milliarden Euro in den neuen Rettungsschirm für klamme Eurostaaten einzahlen. Dafür muss die Bundesregierung neue Schulden machen - der Haushalt wird direkt belastet - auch durch zusätzliche Zinsen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. Die ersten Milliarden werden 2013 fällig.

dpa

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