Dank "Made in Germany": Deutsche Industrie boomt

Berlin - Einen kräftigen Frühjahrsaufschwung erlebt zur Zeit die deutsche Industrie. Zu verdanken ist das der nach wie vor starken Marke "Made in Germany".

Die deutsche Industrie hat im März einen überraschenden Auftragsschub verzeichnet. Die Industrie habe ihr Auftragsniveau preis- und saisonbereinigt um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat gesteigert, teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit.

Damit war die Entwicklung deutlich besser als von Ökonomen erwartet. Von dpa-AFX befragte Experten hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg der Bestellungen um 1,9 Prozent gerechnet. Nach einem kräftigen Schub im Januar hatten die Aufträge im Februar stagniert. Im Jahresvergleich ergab sich im März arbeitstäglich bereinigt ein starkes Auftragsplus von 26,1 Prozent. Ökonomen hatten 22,2 Prozent erwartet.

er deutliche Schub an Bestellungen aus dem In- und Ausland habe vor allem in den industriellen Kernsegmenten, den Vorleistungs- und Investitionsgüterzweigen, auf breiter Front zu einer in der Tendenz kräftigen Belebung geführt, kommentierte das Ministerium. Damit zeichne sich auch für die industrielle Erzeugung ab, dass der Erholungsprozess sich fortsetzt und festigt.

Die Inlandsnachfrage zog im März im Vergleich zum Vormonat um 5,4 Prozent an, die Nachfrage aus dem Ausland legte um 4,7 Prozent zu. Getragen wurde die Entwicklung von starken Zuwächsen bei Investitions- und Konsumgütern. In diesen Sparten erhöhte sich die Nachfrage um 6,0 Prozent beziehungsweise 6,2 Prozent. Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern erhöhte sich um 3,6 Prozent. Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich (Februar/März gegenüber Dezember/Januar) ist die Auftragsentwicklung mit einem Plus von 5,2 Prozent ebenfalls klar aufwärtsgerichtet. Auf Jahressicht legten die Bestellungen im Zweimonatsvergleich um kräftige 25,4 Prozent zu.

dpa 

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