Deutsche Industrieproduktion legt nur zögerlich zu

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Aluminium-Herstellung: Das Bundeswirtschaftsministerium spricht von einer Stabilisierung im Produzierenden Gewerbe. Foto: Roland Weihrauch/Symbolbild

Wiesbaden (dpa) - Die deutsche Industrie ist schwächer als erwartet ins Schlussquartal gestartet. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, stellte das produzierende Gewerbe im Oktober im Vergleich zum Vormonat 0,2 Prozent mehr her.

Experten hatten mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet. Zudem war die Produktion im September schwächer gestiegen als bisher bekannt. Das Bundesamt revidierte den Zuwachs auf 1,1 Prozent (zuvor: 1,4) im Vergleich zum August.

Aus Sicht des Bundeswirtschaftsministeriums könnte nach der Abschwächung im Sommerhalbjahr nun aber sowohl in der Industrie als auch im Baugewerbe die Talsohle erreicht sein: "Die Produktion im Produzierenden Gewerbe stabilisiert sich." Hierfür sprächen nicht nur die Produktionsergebnisse, auch die Auftragseingänge in der Industrie seien positiv in das vierte Quartal gestartet. Im Jahresvergleich stieg die Produktion um 0,8 Prozent.

Die neuesten Daten zeigten, dass die schwachen Sommermonate tatsächlich den späten Ferien geschuldet waren, sagte ING-Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski: "Jetzt, wo alle Deutsche wieder arbeiten, rollt auch die Industrie wieder." In den kommenden Monaten erwartet Brzeski zudem Impulse von den niedrigen Energiepreisen und dem schwächeren Euro.

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