Einstieg bei der DSW

Telekom will künftig Sportwetten anbieten

Bonn - Die Deutsche Telekom will künftig auch Sportwetten veranstalten. Über die Deutsche Sportwetten GmbH (DSW) sollten Tipps auf Fußballspiele und andere Ereignisse angeboten werden.

Dies bestätigte eine Konzernsprecherin der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagsausgabe). Laut "SZ" handelt es sich um den ersten Vorstoß der Telekom in den Glücksspielmarkt, in dem hierzulande viele Milliarden Euro umgesetzt werden.

Ob das Vorhaben gelinge, hänge davon ab, wer die begehrten staatlichen Konzessionen für Sportwetten erhält. Die DSW gehört demnach zu den Bewerbern, denen das hessische Innenministerium in dieser Woche mitteilte, sie sollten demnächst eine Zulassung erhalten. Hessen kümmert sich im Auftrag der Länder, die das Glücksspiel kontrollieren, um die Sportwetten. In Deutschland sind 20 Lizenzen vorgesehen.

Die DSW landete laut dem Bericht auf Platz elf bei einem Auswahlverfahren, bei dem es unter anderem um den Schutz der Kunden vor der Spielsucht und um Sozialkonzepte ging. Sobald die DSW eine Konzession erhalte, wolle die Telekom nach eigenen Angaben dort einsteigen und Mehrheitseigner werden. Die Erlaubnis zur Übernahme der Sportwettengesellschaft habe der Telekommunikationskonzern vom Bundeskartellamt bereits erhalten.

Die Lizenzerteilung für die DSW könnte sich laut "SZ" aber verzögern, da mehrere Bewerber, die es nicht auf die ersten 20 Plätze geschafft haben, gegen die vorgesehene Auswahl klagen wollen. Die Telekom wolle erst dann Details des Sportwettenangebots nennen, wenn die DSW über eine Konzession verfüge.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Frau findet unfassbare Notiz in einem Amazon-Paket
Frau findet unfassbare Notiz in einem Amazon-Paket
Palm-Öl-Gebrauch bei Nutella: So reagiert Ferrero
Palm-Öl-Gebrauch bei Nutella: So reagiert Ferrero
US-Behörden: Fiat hat Abgaswerte manipuliert
US-Behörden: Fiat hat Abgaswerte manipuliert
Anleger flüchten aus der Türkei: Lira im freien Fall
Anleger flüchten aus der Türkei: Lira im freien Fall

Kommentare