Deutschen Firmen gehen Seltenerd Metalle aus

Hamburg - Es ist laut Experten der Anfang einer Versorgungskrise: Deutsche Firmen bekommen kaum noch Seltenerd Metalle. Diese sind für die Produktion von Handys und Motoren nötig. Schuld daran ist China.

Der gedrosselte chinesische Export von Hochtechnologie-Metallen hat ernste Auswirkungen in Deutschland: Erste Unternehmen bekommen nach Informationen von “Spiegel Online“ keine sogenannten Seltenen Erden mehr geliefert. Ursache der Verknappung sei, dass China seine Exporte an Seltenen Erden eingeschränkt hat. Das Land produziert 97 Prozent der weltweiten Menge an Seltenen Erden, die für zahlreiche Elektroprodukte benötigt, wie Handys, Motoren, Katalysatoren und Windkraftanlagen. “Wir stehen am Beginn einer Versorgungskrise“, sagte der Geologe Harald Elsner von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe BGR dem Onlinedienst. “Es drohen brisante Engpässe“, sagte sein Kollege, der BGR-Geologe Peter Buchholz.

Geologen stellen nun neue Metall-Reservoire außerhalb Chinas in Aussicht. Besonders in Grönland und Kanada liegen der BGR zufolge riesige Mengen an Seltenen Erden im Gestein. Ein Areal im grönlandischen Kvanefjeld könne bis zu 100.000 Tonnen Seltener Erden pro Jahr abwerfen, sagte Elsner. Die Produktion in Grönland könne jedoch frühestens in fünf Jahren beginnen. Zuvor könnten immerhin kleinere Bergwerke in den USA und in Australien aktiviert werden. Bis mindestens Ende 2011 bleibe Deutschland bei den Seltenen Erden aber “zu fast 100 Prozent“ auf China angewiesen, sagte Buchholz.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Rewe will 2018 mehr als zwei Milliarden Euro investieren
Rewe will 2018 mehr als zwei Milliarden Euro investieren
Zeitverzug bei Hauptbahnhof: Stuttgart 21 erst 2023?
Zeitverzug bei Hauptbahnhof: Stuttgart 21 erst 2023?
Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends
Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends
Die Nazi-Vergangenheit von Porsche: Gute Geschäfte unterm Hakenkreuz
Die Nazi-Vergangenheit von Porsche: Gute Geschäfte unterm Hakenkreuz

Kommentare