Deutschland exportiert mehr Strom als zuvor

Berlin - Trotz Atomausstieg erreicht der Stromexport einen Rekordwert: Deutschland hat in den ersten drei Quartalen 2012 so viel Strom an seine Nachbarländer geliefert wie nie zuvor.

Das geht aus vorläufigen Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor, über die am Freitag auch das „Manager Magazin Online“ berichtete. Von Januar bis August flossen demnach per saldo 12,38 Terrawattstunden Elektrizität über die Grenzen. Im Vorjahr hatte Deutschland im Sommer anders als jetzt sogar Strom importiert. Die Zahlen beziehen sich laut Verband auf physikalische Stromflüsse zwischen einzelnen Ländern. Sie belegten daher keine konkreten Handelsbeziehungen, hieß es.

Fachleute machen laut „Manager Magazin Online“ den rasanten Ausbau erneuerbarer Energien für die Entwicklung verantwortlich. Große Mengen von Wind- und Solarstrom dämpften den Preis. „Die gesunkenen Preise führen dazu, dass mehr Strom aus Deutschland in die Nachbarstaaten exportiert wird“, wird Analyst Brian Potskowski vom Brancheninformationsdienst Bloomberg New Energy Finance zitiert. In den Niederlanden führen Versorger ihre Gaskraftwerke sogar herunter, weil Importstrom aus Deutschland billiger sei.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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