DGB dringt auf härtere Finanzmarkt-Regeln

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DGB dringt auf härtere Finanzmarkt-Regeln.

Berlin - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat von Kanzlerin Angela Merkel schärfere Regeln im Kampf gegen Spekulanten und eine Beteiligung der Finanzmärkte an den Kosten der Krise gefordert.

“Setzen Sie sich für eine wirkungsvolle Steuer auf alle Finanztransaktionen ein“, sagte DGB-Chef Michael Sommer bei der Eröffnung des Bundeskongresses am Sonntag in Berlin. Diejenigen, die gegen Griechenland spekuliert hätten, würden morgen gegen Spanien, Irland, Portugal, Italien und irgendwann auch gegen Deutschland spekulieren. “Bei allem Verantwortungsbewusstsein: Unsere Geduld gegenüber Geiz und Gier ist am Ende.“ Mit freiwilligen Selbstverpflichtungen ist es laut Sommer nicht getan, auch nicht mit der von der Regierungskoalition geplanten Bankenabgabe.

“Bestenfalls sind sie ein Weichspüler für das schlechte Gewissen.“ Der DGB-Chef sagte an Merkel gewandt: “Legen Sie den Zockern endlich das Handwerk, selbst wenn Sie mit der FDP eine kleine Schutzmacht der Spekulanten in der Regierung haben.“ Sommer verwies darauf, dass die Gewerkschaften bei der Bewältigung der Krise außerordentlich verantwortungsbewusst mitgewirkt hätten. Er forderte, nicht nur den Druck auf die Finanzmärkte sondern auch auf andere Staaten in Europa zu erhöhen. Die CDU-Chefin solle dafür sorgen, dass nicht die kleinen Leute die Zeche bezahlen müssten. “Machen Sie dem Treiben jetzt eine Ende, bevor es zu spät ist.“

DAPD

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