Druckmaschinenhersteller

Koenig & Bauer nach Konzernumbau im Plus

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Claus Bolza-Schünemann, Vorstandsvorsitzender von Koenig & Bauer, zeigt eine neue Digitaldruckmaschine.

Würzburg - Der fast abgeschlossene Konzernumbau hat den Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer aus den roten Zahlen geholt.

Der schrumpfende Druckmaschinenmarkt  setzt Koenig & Bauer unter Druck, aber der Konzernumbau trägt Früchte. „Beim umfassendsten Restrukturierungsprojekt unserer jüngeren Unternehmensgeschichte sind wir in den ersten zwölf Monaten zügig vorangekommen und können uns früher als erwartet über positive Ergebnisse freuen“, sagte Vorstandschef Claus Bolza-Schünemann am Freitag in Würzburg.

Der Druckmaschinenhersteller nahm bei einem Umsatz von 1100,1 Millionen Euro einen Gewinn von 0,3 Millionen Euro mit. Im Vorjahr hatte KBA bei ähnlichem Umsatz noch ein Minus von mehr als 153 Millionen Euro gemacht. Das lag auch an den hohen Kosten für den Personalabbau. 2014 arbeiteten bei KBA fast 700 Mitarbeiter weniger als im Vorjahr. Insgesamt beschäftigt der Konzern derzeit gut 5700 Mitarbeiter.

Wegen der zahlreichen Krisen weltweit stand am Jahresende 2014 ein Viertel weniger Aufträge in den Büchern als im Vorjahr. Bei den Rollen- und Sondermaschinen brach die Nachfrage stark ein. Für das laufende Geschäftsjahr peilt KBA einen ähnlichen Umsatz wie 2014 an.

Die Branche war wegen der eingebrochenen Nachfrage im Zeitungs- und Anzeigenbereich viele Jahre in der Krise. Mit der Neuausrichtung will der nach Umsatz zweitgrößte Druckmaschinenhersteller der Welt seine Kapazitäten an den geschrumpften Markt anpassen und bis 2016 wieder nachhaltig profitabel sein. Hauptkonkurrent für KBA ist Weltmarktführer Heidelberger Druckmaschinen.

dpa

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