Durchsuchungen wegen "Cum-Ex"-Geschäften auf Schweiz ausgeweitet

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Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fragwürdiger "Cum-Ex"-Aktiengeschäfte, bei denen es um den raschen Kauf und Verkauf von Aktien geht. Foto: Frank Rumpenhorst

Köln/Zürich (dpa) - Wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung mit dubiosen Aktiengeschäften haben Ermittler auch Büros und Wohnungen in der Schweiz unter die Lupe genommen.

Beamte hätten am Donnerstag unter anderem den Baseler Hauptsitz der Privatbank J. Safra Sarasin sowie Anwaltskanzleien und Privathäuser durchsucht, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Zürich am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" und des Schweizer "Tages-Anzeigers". Auch J. Safra Sarasin bestätigte die Razzia.

Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fragwürdiger "Cum-Ex"-Aktiengeschäfte, bei denen es um den raschen Kauf und Verkauf von Aktien geht. Dabei sollen Investoren Rückerstattungen der Kapitalertragssteuer kassiert haben - aus Sicht des Fiskus zu Unrecht.

Die Ermittlungen richten sich gegen mehr als 30 Beschuldigte. Der Schaden beläuft sich auf insgesamt 460 Millionen Euro. Steuerfahnder hatten bereits in Deutschland und weiteren Ländern zahlreiche Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht.

Die Privatbank J. Safra Sarasin wies die Vorwürfe dubioser Aktiendeals von sich. "Diese Geschäfte stammen aus einer Zeit, als die Bank noch im Besitz der Rabobank war", teilte das Institut am Freitag mit. "Zu keinem Zeitpunkt hat die Bank J. Safra Sarasin solche Cum/Ex-Produkte aufgesetzt oder betrieben." Entsprechend kooperiere das Haus uneingeschränkt mit den Behörden.

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