Bundeskartellamt dagegen

Edeka und Tengelmann: Kann das klappen?

+
Tengelmann und Edeka sind in München stark vertreten.

München - Die geplante Übernahme von 415 Kaiser's-Tengelmann-Supermärkten durch Edeka droht am Widerstand des Bundeskartellamts zu scheitern.

Die Wettbewerbsbehörde erhob am Dienstag erhebliche wettbewerbsrechtliche Bedenken gegen die geplante Fusion und signalisierte, den Zusammenschluss in der bislang geplanten Form untersagen zu wollen. Edeka und Tengelmann haben allerdings noch die Möglichkeit, die Bedenken der Wettbewerbshüter durch Zugeständnisse auszuräumen.

Kartellamtspräsident Andreas Mundt betonte, nach den Ermittlungen seiner Behörde drohe durch den Zusammenschluss eine weitere Marktkonzentration – insbesondere in Großstädten wie München. In vielen der betroffen Regionalmärkte würden dann mit Edeka und Rewe sowie ihren Discounttöchtern Netto und Penny nur noch zwei Nahversorger übrig bleiben, die dem Kunden ein umfassendes Warensortiment mit hohem Anteil von Markenartikeln anbieten könnten. Auch im Beschaffungsmarkt – insbesondere bei Markenartikeln – drohe eine erhebliche Behinderung des Wettbewerbs.

Laut Angabe der Tengelmann-Pressestelle gibt es in München und Umland 195 Tengelmann-Filialen, eine entsprechende Auskunft von Edeka war nicht zu erhalten.

auch interessant

Meistgelesen

Palm-Öl-Gebrauch bei Nutella: So reagiert Ferrero
Palm-Öl-Gebrauch bei Nutella: So reagiert Ferrero
Experte erklärt: So teuer kommt uns der Brexit
Experte erklärt: So teuer kommt uns der Brexit
US-Behörden: Fiat hat Abgaswerte manipuliert
US-Behörden: Fiat hat Abgaswerte manipuliert
Anleger flüchten aus der Türkei: Lira im freien Fall
Anleger flüchten aus der Türkei: Lira im freien Fall

Kommentare