Einzelhandel zieht positive Bilanz für erstes Adventswochenende

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Berlin - Der deutsche Einzelhandel hat am ersten Adventswochenende einen glänzenden Start ins Weihnachtsgeschäft verbucht. Der Präsident des hessischen Einzelhandelsverbandes sprach von einem "fulminanten" Auftakt.

In der Frankfurter Innenstadt seien am frühen Samstagnachmittag alle 10.000 Parkplätze belegt gewesen, erklärte Frank Albrecht. Positive Rückmeldungen habe es auch von den Einzelhändlern in Kassel, Darmstadt und Wiesbaden gegeben.

"Besonders die Textileinzelhändler jubeln", sagte Albrecht. Angesichts der nasskalten Witterung sei vor allem Winterbekleidung heiß begehrt. Gefragt seien auch Bücher, Uhren, Schmuck und vor allem Spielwaren.

Der Geschäftsführer des bayrischen Landesverbands, Bernd Ohlmann, sagte, auf Innenstädte und Fußgängerzonen habe es einen regelrechten Ansturm gegeben. Die Stimmung unter den Händlern sei "fast schon euphorisch" gewesen. Als ausschlaggebend für den guten Auftakt sah Ohlmann das Wetter. "Schnee, klirrende Kälte und blauer Himmel" -besser gehe es nicht. Einen Beitrag lieferten auch sinkende Arbeitslosenzahlen: "Die Bayern sind in guter Konsumlaune, die Geldbörsen sitzen locker", sagte er. Von ausbleibender Kundschaft wegen der Terrorwarnungen sei nichts zu spüren. Als Renner im diesjährigen Weihnachtsgeschäft kristallisieren sich laut Ohlmann klassische Spielwaren, Uhren, Schmuck, Parfüm, Bücher, Flachbildfernseher, Smartphones, warme Winterbekleidung und hochwertige Haushaltswaren heraus.

Auch in Nordrhein-Westfalen wurden am Samstag nach Angaben eines Sprechers des Rheinischen Einzelhandels- und Dienstleistungsverbandes Elektrogeräte, Digitalkameras und Winterbekleidung gekauft. Die Ergebnisse des Vorjahres seien gehalten oder teils übertroffen worden: "Die Geschäfte waren wirklich gut."

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hatte seine Umsatzerwartungen für das diesjährige Weihnachtsgeschäft vor wenigen Wochen auf ein Plus von 2,5 Prozent angehoben. Das wäre das beste Geschäft seit fünf Jahren. Zuvor war mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent gerechnet worden.

dapd

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