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Start noch im Mai

Elbe-Flugzeugwerke reparieren Airbus 380

Dresden - Die Elbe-Flugzeugwerke starten in ein neues Zeitalter. Künftig wird in Dresden auch das Flaggschiff von Airbus repariert. Für den A380 wurde eine große Halle noch einmal erweitert.

Die Elbe-Flugzeugwerke Dresden (EFW) werden zum Reparaturstützpunkt für den Airbus 380. Noch im Mai werde die erste Maschine erwartet, bestätigte das Unternehmen am Samstag einen Bericht der „Dresdner Neuesten Nachrichten“. Konkret geht es darum, Haarrisse in den Tragflächen des A380 zu beheben. Bislang waren Teams aus den EFW dafür weltweit im Einsatz. Nun kommt das Riesenflugzeug zu diesem Zweck an die Elbe. Für die Reparatur müssen Spezialisten direkt in den Flügeln des weltgrößten Passagierjets arbeiten.

Airbus-Chef Fabrice Brégier war bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung im September 2012 in Berlin optimistisch. Er sieht das Problem mit den Haarrissen gelöst. Unter Berufung auf Berechnungen der Muttergesellschaft EADS bezifferte er die Schadenskosten auf rund 300 Millionen Euro. Allerdings müssen alle bisher produzierten A380 nun zur Reparatur. Von dem doppelstöckigen Mega-Flieger will Airbus künftig pro Jahr 30 Maschinen absetzen, in diesem Jahr sollen es 25 sein. Bislang sind etwa 100 Maschinen dieses Typs ausgeliefert. Bestellt wurden reichlich 260 Exemplare.

Den Elbe-Flugzeugwerken - eine Tochter des europäischen Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzerns EADS - ist damit binnen eines Jahres schon der zweite „Höhenflug“ gelungen. Im Februar 2012 wurde bekannt, dass EFW das Kompetenzzentrum zum Umrüsten von Airbus A330-Passagierflugzeugen in Frachtmaschinen wird. Als Partner dient dabei die ST Aerospace aus Singapur - weltweit der größte unabhängige Anbieter von Flugzeugwartungen. ST Aerospace finanziert die Entwicklung und erhält im Gegenzug 35 Prozent der Anteile an EFW.

Das sind die sichersten Fluglinien der Welt

In dem JACDEC-Index werden nur Unfälle kommerzieller Unternehmen berücksichtigt, bei denen das Flugzeug zerstört oder nicht mehr reparierbar war oder bei denen es Todesopfer gab. © dpa
Sieben der 60 großen Airlines sind seit 30 Jahren unfallfrei, darunter auch Air Berlin. Die Fluggesellschaft  wurde 1979 gegründet un d zählt heute zu den sichersten Fluglinien. © dpa
Zu den sichersten Airlines gehört auch Finnair.  Das Unternehmen gibt es seit 1923. © dpa
Rang Nummer 3: Die portugisische TAP Air. Die Fluglinie existiert seit 1945. © wikipedia commons
Genauso gut stehen auch die 1922 gegründete australische Qantas Qantas Airways gibt es seit 1922. In der JACDEC-Bilanz taucht übrigens der beschädigte Airbus A380 der Qantas, bei dem ein Triebwerk nahe Singapur explodierte und zu schweren Schäden an der Tragfläche führte, nicht auf. © dpa
Qantas Airways
Denn die Australier konnten die europäische Riesenmaschine für rund 50 Millionen Euro wieder reparieren. Das Flugzeug war ja kein Totalverlust. © dpa
Cathay Pacific Airways
Cathay Pacific Airways aus Hongkong zählt auch zu den sichersten Fluglinie der Welt. Es gibt sie seit 1946. © dpa
All Nippon Airways
All Nippon Airways (ANA):  Der japanische Flug-Anbieter wurde 1953 gegründet. © dpa
Emirates Airline - d as Unternehmen ist 1985 gegründet worden. Seitdem ist kein schwerer Unfall passiert. © dpa
Die Deutsche Lufthansa mit der Ranking-Note 0,005 nimmt lediglich den 21. Platz ein. Ein Unfall in den vergangenen 30 Jahren. 1993 starben bei einem Unfall mit einem Lufthansa-Flieger zwei Menschen. © dpa
Das 1991 gegründete Unternehmen EVA Air belegt den 10. Platz der sichersten Flugzeuge der Welt. © wikipedia commons
Virgin Blue fliegt auf Rang 13. Die Firma wurde 2000 gegründet und ist seit neuen Jahren ohen Flugezugverlust. © wikipedia commons
Etihad Airways gibt es erst seit 2003. Seitdem hat die Fluglinie aber keine nennenswerte Unfälle produziert. © dpa
EasyJet: Gegründet wurde die Firma 1995, und seitdem ist die Fluglinie unfallfrei. © dpa
West Jet Airlinesn belegt den 16. Platz der sichersten Fluglinien der Welt. Das Unternehmen wurde 1996 gegründet. © wikipedia commons
Auf Rang 17 ist JetBlue Airways gelandet. Das Unternehmen ist im Jahr 2000 gegründet worden. © wikipedia commons
Der bislang letzte Unfall eines British Airways-Fleigers ist erst ein Jahr her. Gestorben ist niemand. Daher nur Platz 18 der sichersten Fluglinien der Welt. © dpa
Auch die Royal Dutch Airlines KLM verzeichnen einen Unfall in den vergangenen 30 Jahren. Dabei ist niemand gestorben, und seit fünf Jahren ist das Unternehmen wiederum unfallfrei. © dpa
El Al Airways gehört ebenfalls zu den sichersten Fluglinien der Welt. Gegründet: 1948. © wikipedia commons
Virgin Atlantic Airways. Die Frima wurde 1984 gegründet und ist seit 25 Jahren unfallfrei. © wikipedia commons
Auf Rang 12: Qatar Airways. 1994 ging das Unternehmen an den Start, seit 15 Jahren ist es unfallfrei. © dpa
Hainan Airlines wurde 1993 gegründet. Das Unternehmen belegt Rang elf. © dpa
TAM
Auf den letzten Plätzen unter den 60 großen Fluggesellschaften rangieren vier asiatische und zwei südamerikanische: Schlusslicht ist die brasilianische TAM mit der Ranking-Note 1,397, die seit 1980 sechs Unfälle mit insgesamt 336 Toten erlitt. © dpa
Saudi Arabian Airlines
Saudi Arabian Airlines: Saudi Arabian Airlines (Note 1,030) mit vier Unfällen und 611 Toten. © dpa
Die schon 1933 gegründete Turkish Airlines - jahrelang Schlusslicht dieser Bilanz - ist auf den 53. Rang vorgerückt. Ihr letzter schwerer Unfall liegt mittlerweile 16 Jahre zurück. Und auch internationale Experten bescheinigen Turkish Airlines mittlerweile, gründlich umstrukturiert worden zu sein und in punkto Sicherheit und Zuverlässigkeit enorme Fortschritte gemacht zu haben. © 

Etwa 80 Prozent der Umrüstungen sollen in Dresden erfolgen. Dafür sind Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe geplant. Für die Umrüstung wird eigens eine neue Halle gebaut.

Die EU-Kommission hatte im September 2012 grünes Licht für den Einstieg von ST Aerospace bei EFW gegeben. Inzwischen liegen auch alle anderen Genehmigungen vor. Bis dahin war EADS alleiniger Eigentümer. Nach bisheriger Planung sollen die ersten A330 ab 2016 umgerüstet werden.

Momentan sind bei EFW rund 1100 Mitarbeiter beschäftigt, gut die die Hälfte davon in der Umrüstung. Sie bauen Airbus- Passagiermaschinen vom Typ A300 für das Logistikunternehmen DHL zu Frachtflugzeugen um. Die Flugzeugwerke konstruieren und produzieren unter anderem auch Leichtbauelemente für die Verkleidung von Frachträumen, Fußbodenplatten, Deckenpaneele und schussfeste Cockpittüren für Airbus. Bei den Fußbodenplatten sind die Dresdner exklusiver Zulieferer.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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