Blick auf die Rückseite hilft

So entlarven Sie Lebensmittellügen

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Am besten ignorieren Verbraucher die Worte und Bilder der Verpackungen und schauen gleich auf die Rückseite. Hier stehen die genauen Angaben zum Produkt.

München - Werbelügen und Kennzeichnungsfallen sind laut Verbraucherschützern an der Tagesordnung. Wir erklären Ihnen, wie Sie böse Überraschungen beim Kauf von Lebensmitteln umgehen können.

Ist in der Rindfleischsuppe aus dem Supermarkt wirklich Rindfleisch und im Erdbeerjoghurt auch nur eine Erdbeere? Verbraucher sind verunsichert: Werbelügen und Kennzeichnungsfallen sind laut Verbraucherschützern an der Tagesordnung. Die Zutaten auf den Verpackungen seien zudem oft undeutlich, unklar und oft irreführend. Ein neuer Ratgeber der Verbraucherzentralen mit dem Titel Lebenmittel-Lügen. Wie die Food-Branche trickst und tarnt gibt Tipps, wie Sie Fallen erkennen können:

1. Lecker! „Crispy Chicken“! Da denkt man doch gleich an knusprigen Hähnchenfleischgenuss. Verspricht ja auch das Bild auf der Vorderseite der Verpackung. Legen Sie es in den Einkaufskorb? Dann sind Sie schon auf findige Marketingstrategen und deren Namensschöpfung hereingefallen. Der Tipp der Verbraucherschützer: Bitte Rückseite lesen! Da steht nämlich die korrekte Verkehrsbezeichnung: „Hähnchenbrustfleisch, zusammengefügt, paniert …“ Nicht mehr ganz so lecker. Nehmen Sie also in der Verkehrsbezeichnung jedes Wort ernst! Ein Frischkäse „mit Ziegenmilch“ ist nicht dasselbe wie einer „aus Ziegenmilch“. Ersterer enthält meist erheblich mehr Kuhmilch. Und „Himbeergeschmack“ steht oft nicht für Himbeeren, sondern für Aroma.

2. Wildpastete, Geflügelwiener, Lamm-Salami: Natürlich erwarten Sie, dass das Fleisch im Produkt von der genannten Tierart stammt. Ganz sicher aber nicht, dass nur winzige Mengen davon enthalten sind. Es ist leider bittere Wahrheit: Die genannten Lebensmittel können mehr Schwein oder Rind enthalten als Fleisch der ausgelobten Tierart. Der Tipp der Verbraucherschützer: Im Zutatenverzeichnis müssen die Anteile der Tierarten benannt sein.

3. Ach, sieht das köstlich aus! Fotos von prallen Früchten oder knuspriger Entenbrust auf den Etiketten können leider täuschen. Der Tipp der Verbraucherschützer: Achten Sie darauf, ob das appetitliche Bild auf der Vorderseite mit dem Hinweis „Serviervorschlag“ gekennzeichnet ist. Denn dann können Zutaten gezeigt werden, die im Produkt gar nicht drin sind. Und für den schönen Schein zahlt man auch noch ordentlich drauf! Hier lohnt der Blick auf preiswerte Lebensmittel, denn die können in Sachen Qualität oft mithalten.

4. Teufel Alkohol mischt oft mit – z. B. auch in Erdbeerkonfitüre, Früchtekuchen oder in Salatdressings. Viele Menschen müssen oder wollen aber auch geringste Mengen meiden. Der Tipp der Verbraucherschützer: Prüfen Sie die Zutatenliste: Auf verpackten Lebensmitteln müssen alkoholhaltige Zutaten angegeben werden. Geringe Alkoholmengen verstecken sich aber z. B. auch in Trägerstoffen. Hier muss nicht deklariert werden, der Alkohol taucht aber als „Aroma“ auf.

Der große Frische-Test: So finden Sie die besten Lebensmittel

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Hätten Sie gewusst, dass man Eier zwei Wochen über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus verzehren kann? Oder woran man frischen Fisch erkennt? Hier geben Experten Tipps für den Einkauf, die Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln: © dpa
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Backwaren: Generell gilt: Je größer der Krustenanteil im Verhältnis zur Menge, desto schneller trocknet das Brot aus. Ein großer Laib bleibt darum eine Woche frisch, Semmeln, selbst wenn sie aus demselben Teig gebacken wurden, nur einen Tag. © dpa
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Brezn haben einen sehr hohen Krustenanteil, sie schmecken maximal einen Tag frisch. Lauge und Salz ziehen ­außerdem extrem Wasser, bei feuchtwarmer Witterung können Brezn schon nach wenigen Stunden außen lätschert und innen trocken sein. „Eine frische Breze muss fein splittern, wenn man sie mit der Handfläche drückt“, sagt Bäcker- und Konditormeister Magnus Müller-Rischart von der Bäckerei Rischart. Wichtig: Brot ist sehr schimmelanfällig – bei Befall auf keinen Fall mehr essen, da die Schimmelsporen das ganze Brot durchziehen. © 
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Obst & Gemüse: Grundsätzlich gilt: Bei Obst und Gemüse vermehren sich Bakterien meist zuerst auf Druckstellen, da hier die Oberfläche angegriffen ist. Elisabeth Sigrüner vom Obst- und Gemüsestand Fruitique am Viktualienmarkt gibt den Tipp für Ihren Einkauf: Blätter oder Stängel dürfen nicht welk oder vergilbt sein, die Wurzeln nicht verholzt oder braun, die Schale muss prall sein. © 
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Tomaten: Frischetest: Beim Kauf da­rauf achten, dass die Stiele grün und saftig sind. Lagerung: Nicht in den Kühlschrank legen, sonst verlieren sie ihr Aroma. Bei Zimmertemperatur halten sie sich bis zu zehn Tage. Tipp: Tomaten sind Nachtschattengewächse, ihr Strunk enthält das giftige Alkaloid Solanin. Der Verzehr in großen Mengen kann zu Vergiftungen führen – also immer den Strunk entfernen! © dpa
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Grüner Salat: Frischetest: Der Strunk darf nicht angefault sein, stattdessen von heller Farbe. Ist er dunkel verfärbt, liegt der Salat schon ein paar Tage. Die Köpfe sollten fest und geschlossen sein. Lagerung: Im ­Gemüsefach des Kühlschranks hält sich Salat in Zeitungspapier eingewickelt drei bis vier ­Tage. Tipp: Freiland­salat hat festere Blätter als Salat aus dem Gewächshaus. Das ist normal und kein Zeichen von minderer Qualität! © dpa
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Avocado: Frischetest: Beim Kauf sollte die Frucht dem Händedruck nachgeben. Auf keinen Fall zu harte Exemplare auswählen, da Avocados schlecht nachreifen. Lagerung: Bei Zimmertempe­ratur. Tipp: Beim Reifetest immer mit der ganzen Hand drücken, nicht nur mit Daumen und Zeigefinger, das gibt Druckstellen. © dpa
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Erdbeeren: Frischetest: Der Stiel sollte grün und saftig sein, die Früchte keine Druckstellen aufweisen. Lagerung: In einer Papiertüte im Kühlschrank. Tipp: Erdbeeren verlieren bereits in den ersten zwölf Stunden nach dem Pflücken einen großen Teil ihrer über 300 Aromen. Am besten gleich vernaschen! © dpa
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Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen: Frischetest: Pralle Haut, die Frucht sollte dem Händedruck leicht nachgeben. Lagerung: Bei großer Hitze im Kühlschrank ­wegen der Fruchtfliegen, ansonsten bei Zimmertemperatur. Tipp: Pfirsiche und Aprikosen verderben schneller als Nektarinen. Alle drei Fruchtsorten reifen gut nach. © 
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Äpfel: Frischetest: Die neue Ernte hat begonnen. Aber auch bei Lager­äpfeln sollte die Schale prall und knackig und der Stiel fest sein. Lagerung: In der Speisekammer oder im Keller. © dpa
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Trauben: Frischetest: Bei Hitze trocknen die Stiele schnell aus, die Früchte sind aber meistens noch gut. Braune Stellen sind nicht unbedingt ein Zeichen von Verderb, sondern enstehen bei sehr süßen Trauben auch durch Zuckerablagerungen. Lagerung: Im Kühlschrank oder auch im Keller. © 
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Spargel: Frischetest: Die Köpfe müssen geschlossen und bei weißem Spargel unverfärbt sein. Bei leichten Druck mit den Fingernägeln auf die Schnitt-Enden sollte Saft aus­treten. Lagerung: In ein feuchtes Tuch gewickelt hält sich Spargel zwei bis drei Tage im Kühlschrank. © dpa
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Kartoffel: Frischetest: Die Schale sollte fest und glatt sein. Lagerung: Kühl und dunkel, möglichst im Keller. Triebe vor dem Kochen großzügig ausschneiden, dann ist der Verzehr unbedenklich. © 
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Pilze: Frischetest: Die Köpfe sollten geschlossen und bei Champignons weiß sein. Lagerung: Im Kühlschrank, aber nie in einer Plastiktüte. Die Pilze werden sonst feucht und ­verderben schnell. Tipp: Vorsicht bei aufgewärmten Pilzgerichten: Es bilden sich sehr schnell Bakterien. Heben Sie Reste höchstens einen Tag im Kühlschrank auf. © 
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Frische Kräuter: Lagerung: Geschnittene Kräuter sind sehr empfindlich. Am besten in nasser Zeitung im Kühlschrank lagern, dann sind sie auch nach einer Woche noch wie frisch geschnitten! © 
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Marmelade: Angebrochene Gläser im Kühlschrank lagern. Fängt die Marmelade an zu schimmeln, werfen Sie das ganze Glas weg. Da Konfitüre stark wasserhaltig ist, verteilt sich das Schimmelpilzgift unsichtbar im gesamten Glas. © dpa
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Suppen & Soßen: Schimmelige Suppen oder Soßen müssen sofort weggeworfen worden. Der Schimmel verteilt sich unsichtbar in der gesamten Flüssigkeit. © dpa
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Fisch: Genau hinschauen und riechen beim Fisch: Die Augen sind klar und voll, die Kiemen fest und hellrosa, aber nicht rot verfärbt. Die Haut ist glänzend und von einer wasserklaren Schleimschicht (nicht zähflüssig!) überzogen. Der Fisch riecht angenehm nach Küste, Meer und Seetang, nicht unangenehm „fischig“. Frischer Fisch hält sich maximal zwei Tage im Kühlschrank! © 
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Sushi: Jede Speise, die rohe Lebensmittel (Fisch, Fleisch, aber auch Gemüse) enthält, ist leicht verderblich. Sushi darf keine Trockenstellen aufweisen. Der Fisch muss von einheitlicher Farbe und gleichmäßigem Glanz sein und darf nicht riechen. © 
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Fleisch: Die Farbe ist kräftig, nie blass. Rindfleisch ist dunkelrot, Schweinefleisch eher rosa. Das sichtbare Fett ist strahlend weiß bis leicht gelblich – aber nie grau. Das Fleisch sieht saftig aus, ohne eine glasige Oberfläche zu haben. Es hat auch keine Trockenränder. Fleisch hat einen normalen Eigengeruch, darf aber nicht säuerlich oder muffig sein. © 
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Rindfleisch: Damit es mürbe und zart wird, muss es im Kühlhaus einige Tage abhängen. Frisch geschlachtet wird es beim Garen nicht zart, sondern zäh. © 
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Schweinefleisch & Geflügel: Es sollte immer frisch verzehrt werden. Bei Geflügel besteht Salmonellengefahr. Immer gut durchgegart verspeisen (mindestens zehn Minuten bei 70 bis 80 Grad)! © 
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Hackfleisch: Gehacktes ist leicht verderblich! Durch die Zerkleinerung entsteht eine größere Oberfläche, auf der sich Keime ideal vermehren und ins Fleisch eindringen können. Hackfleisch sollte daher ohne Unterbrechung der Kühlkette rasch verarbeitet werden! Auch hier ist die Gefahr von Salmonellen und Kolibakterien groß. © dpa
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Wurst: Rohwurst ist bei angemessener Lagerung wochenlang haltbar. Alle anderen Sorten, besonders Aufschnitt aller Art, sind leicht verderblich und sollten nach Ablauf der Mindesthaltbarkeit nicht mehr gegessen werden. Tipp: Würstchen müssen beim Reinbeißen schön knacken! © 
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Eier: Frischetest: Eier sind bedenkenlos zwei bis vier Wochen über das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) essbar, sollten aber nach Ablauf der MHD erhitzt werden. Bei der Schwimmprobe lässt sich ganz leicht feststellen, ob ein Ei noch frisch ist: rohes Ei in ein Glas Wasser geben. Wenn es oben schwimmt, hat sich die Luftkammer im Ei ausgedehnt und es ist nicht mehr frisch. Weist es keine anderen Zeichen von Verderb auf, können Sie das Ei noch hartgekocht verzehren! Frische Eier schwimmen im unteren Drittel des Glases. © 
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Käse: Auf die Sorte kommt es an: Bei Camembert zum Beispiel ist es unbedenklich, wenn der Kulturschimmel von der Rinde über die Schnittfläche hinauswächst. Bei Hartkäse wie Parmesan können Sie Schimmel großzügig wegschneiden, der unbefallene Käse ist noch gut. Bei weicherem Käse mit höherem Wasseranteil verteilt sich Schimmel jedoch rasch im Lebensmittel, der Käse ist auch bei schwachem Befall ungenießbar. © Schlaf
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Milch: Bei Frischmilch merkt man anhand von Geschmack und Konsistenz leicht, ob sie verdorben ist. Achtung bei H-Milch! Auch haltbare Milch verdirbt, unter anderem durch die Stoffwechsel­aktivität von Bakterien. Allerdings wird verdorbene H-Milch nicht sauer. Am besten nicht länger als fünf Tage nach Öffnung aufbewahren. © dpa
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Joghurt: Im Kühlschrank gelagert hält er sich meist bis zu zehn Tage nach Ablauf des MHD. Es entstehen vorwiegend harmlose Milchsäurebakterien. Bei Schimmelspuren muss er auf jeden Fall weggeworfen werden. © dpa
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Mineralwasser: Ist auch nach Ablauf des MHD noch gut verwendbar, vor allem wenn es dunkel und kühl gelagert wurde. © 
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Bier: Bier ist meist auch nach Ablauf des MHD noch genießbar, besonders wenn es kühl und dunkel gelagert wird. Es verliert allerdings nach und nach an Farbe und Geschmack. Ausflocken ist ein sicheres Zeichen für Verderb! © 
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Wein: Beim Wein gibt es wie bei Schnaps und Likören kein MHD, hier bestimmt die Qualität des Produktes und die Lagerung die Haltbarkeit. Offene Weine sind im Kühlschrank etwa drei bis sieben Tage haltbar. © dpa
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Spirituosen: Aufgrund ihres hohen Alkoholgehalts von zehn oder mehr Volumenprozent können sich keine Verderbniskeime entwickeln. © dpa
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Konserve: Bläht sich eine Wurst- oder Fleischkonserve, auf keinen Fall mehr öffnen! Die Gase können schon beim Einatmen giftig sein. Die Dose möglichst an die Lebensmittelüberwachung schicken. Tipp: Lebensmittel in Gläsern oder Dosen sollten nach dem Öffnen in ein verschließbares Gefäß umgefüllt werden. Dann halten sie sich maximal drei Tage im Kühlschrank. © dpa
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Nüsse: Auch wenn „nur“ die Schale von Schimmel befallen ist, müssen Nüsse komplett weggeworfen werden. Es bilden sich die besonders gefährlichen Schimmelpilzgifte Aflatoxine, die zu Leberschäden führen können und als krebserregend gelten. © 
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Schokolade: Selbst wenn die Schokolade einen grauen Schleier hat, ist sie noch genießbar. Lediglich die Kakaobutter flockt aus, das ist völlig ungefährlich. Auch einmal geschmolzene und wieder erkaltete Schokolade kann bedenkenlos gegessen werden. © 

5. Es ist toll, wenn Sie sich für ein heimisches Produkt entscheiden. Es gibt nur bislang keine rechtliche Regelung dafür, was sich z. B. „regional“ nennen darf. Anbieter definieren also selbst, wie groß die Region ist, ob und welche Rohstoffe aus dem Gebiet stammen usw. Der Tipp der Verbraucherschützer: Wenn Ihnen Heimat oder Region versprochen wird, stehen nachvollziehbare Infos sicher auf der Verpackung. Fehlen diese Angaben, ist sicher was faul.

6. „Nach Hausfrauenart“, „traditionell hergestellt“, „Ohne Zusatzstoff …“ – schön wär’s. Hier handelt es sich aber meist nur um Imageverbesserung für verarbeitete Lebensmittel. Der Kunde steht eben Geschmacksverstärkern, Konservierungsstoffen und Ähnlichem eher kritisch gegenüber. Also wird mit blumigen Worten getrickst. Der Tipp der Verbraucherschützer: Nicht einlullen lassen. Lebensmittel aus dem Supermarkt stammen in der Regel leider nicht aus der Naturidylle oder Omas Kochtopf.

7. Gesundes Image ist alles. Fettfrei klingt einfach super. Und schön ist es auch, wenn das Produkt nebenbei noch das Immunsystem unterstützt, die Abwehrkräfte stärkt. Laktosefrei – von Natur aus. Wunderbar. Da zahlt man gern etwas mehr. Oder? Nun, Fakt ist leider, dass die Wirkung angeblich gesundheitsfördernder Substanzen äußerst fragwürdig ist. Der Tipp der Verbraucherschützer: Seien Sie skeptisch, wenn Ihnen Produkte mit gesundheitlichem Nutzen wie der Extraportion Milch und vielen Vitaminen angepriesen werden. Ein Blick auf die Nährwerttabelle zeigt, dass auch diese leckeren Dinge oft zu viel Zucker und Fett enthalten. Ein Zuviel an zusätzlich aufgeführten Vitaminen und Mineralstoffen nutzt im besten Fall nichts, im schlechtesten ist es gesundheitlich bedenklich.

8. Manchmal wünscht man sich im Supermarkt eine Lupe: Das Zutatenverzeichnis wird nämlich gern auf kleinstem Raum versteckt. Manchmal fehlt es ganz – eine Ausnahmeregelung gestattet das bei sehr kleinen Verpackungen. Der Tipp der Verbraucherschützer: Hier hilft leider nur eine direkte Beschwerde beim Anbieter.

9. Ärgerlich, wenn Sie nach dem Öffnen einer Verpackung feststellen, dass Sie neben dem Produkt viel Luft gekauft haben. Anbieter gaukeln mehr Füllmenge vor, indem sie die Verpackungen üppig halten. Der Tipp der Verbraucherschützer: Das Verhältnis von Inhalt und Verpackung ist nicht gesetzlich geregelt. Daher hilft auch hier: Beschweren Sie sich beim Anbieter!

10. Wer auf gute Produktqualität achtet, geht gern zum Metzger oder Bäcker. Dafür nimmt man auch schon mal höhere Preise in Kauf. Ob die Qualität wirklich stimmt? Sie sollten wissen: Gesetzliche Regelungen zur Kennzeichnung „loser Ware“ sind immer noch spärlich. Der Tipp der Verbraucherschützer: Löchern Sie das Verkaufspersonal mit Nachfragen zur Zusammensetzung, Herstellung und Herkunft ihrer Produkte.

Weitere Infos und Tipps gibt‘s auch unter www.lebensmittelklarheit.de

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