E.ON kündigt Gaspreissenkung an

+
Die Gaspreise in Deutschland bleiben auf Talfahrt.

Düsseldorf/München - Die Gaspreise in Deutschland bleiben auf Talfahrt: Nachdem zahlreiche Versorger bereits für Juli und August Preissenkungen angekündigt hatten, zieht E.ON jetzt nach.

Zum 1. Oktober würden die Preise gesenkt, sagte ein Sprecher der E.ON-Vertriebsgesellschaft am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Die rund eine Million Haushaltskunden des Unternehmen könnten mit einer Entlastung zwischen 10 und 15 Prozent rechnen.

Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden würde zwischen 70 und 100 Euro einsparen. E.ON beliefert über seine sechs Regionalgesellschaften E.ON Avacon, E.ON Edis, E.ON Bayern, E.ON Hanse, E.ON Mitte und E.ON Westfalen Weser Haushalts- und Gewerbekunden direkt mit Gas und Strom. Bereits zum Jahresanfang hatten die Gesellschaften die Preise gesenkt. Ursache hierfür war die starke Entspannung auf dem Erdölmarkt. Mit einer zeitlichen Verzögerung schlägt die Entwicklung wegen der Ölpreisbindung auch auf die Gaspreise durch.

Branchenexperten rechnen allerdings schon bald mit einer Trendwende. Nach Angaben des Internetportals verivox könnten die Preise zum Jahreswechsel wieder zwischen fünf und zehn Prozent anziehen, wenn die Ölpreise auf dem derzeitigen Niveau stabil bleiben. Auch der zweitgrößte deutsche Ferngasversorger Wingas erwartet zu diesem Zeitpunkt einen Anstieg der Gaspreise.

Für Juli und August ermittelte verivox bei 266 Gasversorgern in Deutschland allerdings noch einmal Preissenkungen um durchschnittlich zehn Prozent. Verivox empfiehlt den Gaskunden, Tarife zu vergleichen und sich jetzt die niedrigen Sommerpreise für den kommenden Winter zu sichern.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Warum Apple eine Pizzabox patentieren ließ
Warum Apple eine Pizzabox patentieren ließ
Nach Shitstorm: McDonald‘s zieht Werbekampagne zurück
Nach Shitstorm: McDonald‘s zieht Werbekampagne zurück
Wegen WhatsApp: EU verhängt Mega-Strafe gegen Facebook
Wegen WhatsApp: EU verhängt Mega-Strafe gegen Facebook
Mitarbeiter klagen gegen BMW: Muss der Auto-Hersteller nachzahlen?
Mitarbeiter klagen gegen BMW: Muss der Auto-Hersteller nachzahlen?

Kommentare