Kneissl: Erfinder des Carvingskis pleite

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Der Spaß ist vorbei: Der österreichische Ski-Hersteller Kneissl hat Insolvenz angemeldet.

Wien/Innsbruck - Der Erfinder des Carvingskis ist pleite: Der österreichische Skihersteller Kneissl hat am Dienstag Insolvenz angemeldet.

Das Landesgericht Tirol eröffnete daraufhin sogleich das Konkursverfahren, nachdem eine vom Konkursrichter gesetzte letzte Frist nicht genutzt werden konnte. Nach Angaben der Nachrichtenagentur APA belaufen sich die Verbindlichkeiten der Kneissl Holding GmbH auf 6,8 Millionen Euro, hinzu kommen Schulden der Kneissl Tirol GmbH sowie die Kneissl Star Lounge GmbH in Gesamthöhe von 16,5 Millionen Euro.

Die Firma produzierte zuletzt noch 15 000 Paar Ski im Jahr und erzielte 2009 einen Jahresumsatz von 9 Millionen Euro. Seit Monaten waren Zahlungsschwierigkeiten bekannt. Eine vom Mehrheitseigentümer Scheich Mohamed Bin Issa Al Jaber zugesagte Finanzspritze von 1,2 Millionen Euro blieb zuletzt aus.

Der einstige Wintersport-Pionier hatte zu Beginn der 1990er Jahre zunächst mit dem Big Foot und dann mit dem Carving-Ski einen Boom ausgelöst. Nach mehreren Wechseln von Eigentümern und Investoren wandelte sich Kneissl zu einem “Lifestyle-Unternehmen“ mit einer Palette von Tennisschlägern und Fahrrädern bis hin zu einer Bekleidungskollektion.

Mit dem Einstieg des österreichisch-arabischen Investors Al Jaber 2008 positionierte sich das Unternehmen auch mit Projekten wie Sportressorts und exklusiven Gastroshops.

dpa

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