Erholung in den USA kommt laut Fed schneller

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Fed-Chef Ben Bernanke sagt der amerikanischen Wirtschaft einen schnellen Aufschwung voraus.

Washington - Die amerikanische Notenbank Fed rechnet erst einmal mit einem starken Wirtschaftseinbruch. Danach erhole sich die US-Wirtschaft allerdings schnell, sagen die Experten.

Die amerikanische Wirtschaft klettert nach Einschätzung der US-Notenbank schneller als gedacht aus dem Konjunkturtal. Doch werde sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt zugleich schlimmer als befürchtet eintrüben, hieß es im jüngsten Sitzungsprotokoll der Federal Reserve von Ende Juni, das am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Seit der vorangegangenen Konferenz im April habe sich der Konjunkturausblick dank der massiven staatlichen Eingriffe “moderat verbessert“. Die größte Volkswirtschaft der Welt werde in der zweiten Jahreshälfte nun “träge wachsen“. Für das kommende Jahr rechnet die Federal Reserve inzwischen mit einem Wachstum zwischen 2,1 und 3,3 Prozent, nachdem sie im April noch ein Plus zwischen 2 und 3 Prozent erwarte hatte.

In diesem Jahr werde die US-Wirtschaft hingegen nur noch um bis zu 1,5 Prozent schrumpfen, nachdem die Fed zuvor ein Minus von bis zu 2 Prozent befürchtet hatte. Allerdings sei für 2009 nun eine Arbeitslosenquote von bis zu 10,1 Prozent zu erwarten. Im April war die Zentralbank noch von einem Spitzenwert von 9,6 Prozent ausgegangen. 2011 wird die US-Wirtschaft nach Einschätzung der Zentralbanker um Notenbankchef Ben Bernanke noch stärker Gas geben: Die Fed prognostiziert dann ein Wachstum zwischen 3,8 und 4,6 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit sieht die Notenbank im übernächsten Jahr derweil bei zwischen 8,4 und 8,8 Prozent - im April hatte sie noch eine Rate zwischen 7,7 und 8,5 Prozent erwartet. Als Gründe für eine Korrektur der kurzfristigen Prognose gibt die Fed die “weitere Verbesserung der Lage auf den Finanzmärkten, Zeichen der Stabilisierung bei den Verbraucherausgaben und erste Hinweise auf eine Beruhigung der Aktivität am Häusermarkt“ an. Die Konjunkturerholung werde jedoch durch die Verschlechterung auf dem Jobmarkt, dem privaten Schuldenabbau und einer nach wie vor zögerlichen Kreditvergabe gedämpft. Zudem werde die Nachfrage auf den krisengeschüttelten Immobilienmarkt schwach bleiben.

dpa

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