Vorteilsgewährung?

Ermittlungen gegen Daimler-Chef Zetsche

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Gegen Daimler-Chef Dieter Zetsche wird ermittelt.

Berlin - Konzernchef Dieter Zetsche ist im Zusammenhang mit dem Wechsel von Ex-Staatsminister im Kanzleramt Eckart von Klaeden zu Daimler ins Visier der Staatsanwaltschaft Berlin geraten.

Der Verdacht laute auf Vorteilsgewährung, berichtete "Wirtschaftswoche online" am Freitag. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte auf Anfrage von AFP lediglich Ermittlungen gegen "Verantwortliche aus dem Vorstand". Namen wollte er nicht nennen.

Daimler bestätigte die Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft und kündigte an, deren Arbeit unterstützen zu wollen. Ein Sprecher betonte, dass das Unternehmen fest davon überzeugt sei, „dass die Verantwortlichen der Daimler AG korrekt gehandelt haben“. Auch die Integrität von Eckart von Klaeden stehe nicht infrage.

Gegen von Klaeden ermittelt die Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dessen Wechsel als Cheflobbyist zum Autokonzern wegen des Anfangsverdachts der Vorteilsannahme. Er hatte im Mai bekanntgegeben, das Kanzleramt zu verlassen und zu Daimler wechseln zu wollen. Die Opposition hatte damals kritisiert, es bestehe die Gefahr, dass der künftige Auto-Lobbyist im Sinne der Industrie Entscheidungen beeinflussen könnte. Trotz Rücktrittsforderungen blieb von Klaeden bis September im Amt. Nach Bekanntwerden der Ermittlungen wies er die Vorwürfe zurück.

afp/dpa

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