Ermittlungen gegen Opel-Betriebsrat Franz

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Klaus Franz werde zum Jahresende in die passive Phase der Altersteilzeit eintreten, teilte der 59-Jährige am Dienstag in Rüsselsheim mit.

Darmstadt/Rüsselsheim - Gegen den scheidenden Opel-Betriebsratschef Klaus Franz läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue.

Einen entsprechenden Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung bestätigte am Montag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt. Hintergrund sind umstrittene Extrazahlungen von bis zu 1300 Euro monatlich an Betriebsratsmitglieder des Autoherstellers. Der zum Jahresende ausscheidende Betriebsratschef hatte wie auch das Unternehmen die Zahlungen als rechtmäßig verteidigt. Neben Franz stehen noch zwei weitere Personen unter Verdacht, sagte der Staatsanwalt.

Der scheidende Opel-Betriebsratschef Klaus Franz fürchtet die Untreue-Ermittlungen der Darmstädter Staatsanwaltschaft jedoch nicht. “Ich bin mir sehr sicher, dass sich das Ganze in Wohlgefallen auflösen wird“, sagte er am Montag der Nachrichtenagentur dpa.

Franz verteidigte erneut die Sonderzahlungen von Opel an Betriebsratsmitglieder von bis zu 1300 Euro monatlich. Es habe sich um pauschale Vergütungen zusätzlichen Arbeitsaufwands gehandelt und stehe völlig im Einklang mit dem Betriebsverfassungsgesetz. Diese Auffassung hatten auch die ebenfalls von der Staatsanwaltschaft verdächtigten Opel-Manager vertreten.

Der 59 Jahre alte Franz wies Spekulationen zurück, dass sein zum Jahresende geplanter Rückzug als Betriebsratschef mit den Ermittlungen im Zusammenhang stehe. “Ich habe meine Altersteilzeit bereits im November 2006 vereinbart und stehe seit 2009 im aktiven Teil der Vereinbarung.“ Er habe sein Ausscheiden erst in der vergangenen Woche bekanntgegeben, um auch nach außen als handlungsfähiger Vertreter der Arbeitnehmer wahrgenommen zu werden.

Er halte die Ermittlungen der Staatsanwälte für ein normales rechtsstaatliches Verfahren, nachdem die Vorwürfe gegen Opel und ihn öffentlich in der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ erhoben worden waren, sagte Franz. Er rechne mit einer Einstellung des Verfahrens.

dpa

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