Escada kämpft: Klagen per Vergleich abgewehrt

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Escada sieht rosa: Auf der Berliner Fashion Week im Bode Museum.

München - Der ums Überleben kämpfende Damenmodekonzern Escada hat die noch verbliebenen Anfechtungsklagen von Kleinaktionären gegen sein Sanierungskonzept per Vergleich erledigt.

Damit sei ein weiteres Problem beseitigt, das zu einer Insolvenz von Escada hätte führen können, berichtete die “Financial Times Deutschland“ (Mittwoch). Ein Unternehmenssprecher wollte sich dazu am Mittwoch nicht äußern. Etwa ein Dutzend Kleinaktionäre hatte gegen die Beschlüsse der letzten Escada-Hauptversammlung Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen eingereicht. Sie torpedierten damit Beschlüsse zur Kapitalherabsetzung und der anschließenden Wiederaufstockung.

Zu den Klägern gehören überwiegend professionell vorgehende Aktionäre, die bei zahlreichen Verfahren in Erscheinung getreten seien, berichtete die Zeitung. Escada ist auf die Eintragung der Beschlüsse ins Handelsregister angewiesen, um einen Sanierungsplan bis Anfang August abschließen zu können. Zunächst war es Escada gelungen, mit einem Großteil der klagenden Aktionäre einen Vergleich zu schließen.

Der Konzern verpflichtete sich demnach, weitere Informationen über seine Finanzlage und das Sanierungskonzept zu liefern. Außerdem wird nun auch den Kleinaktionären ein Bezugsrecht bei künftigen Kapitalerhöhungen eingeräumt. Der ersten Vergleichsrunde hätten sich aber einige Aktionäre nicht angeschlossen, hieß es in dem Bericht. Als Kernstück der Rettungsbemühungen für das Unternehmen sollen die Escada-Anleger auf mehr als die Hälfte einer Anleihe mit einem Volumen von 200 Millionen Euro verzichten, um so die Schuldenlast des Unternehmens zu verringern. Nur wenn 80 Prozent der Anleger das Angebot bis zum Ende der Umtauschfrist Ende Juli annehmen, ist das Überleben des Konzerns gesichert. Einen Zwischenstand hat das Unternehmen bisher noch nicht bekanntgegeben.

dpa

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