Nach den neuen Fünfern

Ab 2014 gibt es neue Zehn-Euro-Scheine

Frankfurt - Nach den Fünf-Euro-Noten in diesem Jahr will die Europäische Zentralbank (EZB) ab Herbst 2014 neue Zehn-Euro-Scheine in Umlauf bringen.

Die Einführung der Scheine mit neuen Sicherheitsmerkmalen und neuer Optik werde "nach dem Sommer" kommenden Jahres erfolgen, teilte die EZB am Dienstag in Frankfurt am Main mit. Die Öffentlichkeit bekommt die neuen Noten demnach erstmals Mitte Januar zu sehen.

Bei der Vorstellung zu Jahresbeginn solle auch der genaue Termin bekanntgegeben werden, wann die Banknoten in Umlauf kämen, teilte die EZB mit. Auch lege die Zentralbank zusammen mit den nationalen Notenbanken ein Programm auf, um die Hersteller von Automaten bei der Einführung der neuen Noten zu unterstützen und sie mit notwendigen Informationen über die Geldscheine zu versorgen.

Bei der Einführung der neuen Fünf-Euro-Noten in diesem Jahre hatte es Probleme gegeben, weil Automaten das neue Zahlungsmittel teils nicht erkannten. So konnte es etwa vorkommen, dass Fahrgäste im Öffentlichen Personenverkehr sich mit den neuen Scheinen keine Fahrkarten kaufen konnten und die Automaten die Scheine einfach wieder zurückgaben.

Die EZB hatte im Mai - elf Jahre nach Einführung des Euro-Bargelds - erstmals neue Banknoten in Umlauf gebracht. Den Anfang machten Fünf-Euro-Noten. Die Noten mit den höheren Nennwerten sollen in den kommenden Jahren in aufsteigender Reihenfolge in Umlauf kommen: 10, 20, 50, 100, 200 sowie 500 Euro. Zunächst sind alte und neue Noten parallel in Umlauf. Dann werden die alten Scheine Schritt für Schritt aus dem Verkehr gezogen.

Die EZB nennt die neue Bankennoten-Serie "Europa-Serie". Ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa aus griechischen Sagenwelt ist an bestimmten Stellen auf den Geldscheinen abgebildet. Europa ist die Namensgeberin des Kontinents. Das Hauptmotiv "Zeitalter und Stile" mit architektonischen Abbildungen aus verschiedenen Epochen bleibt erhalten. Auch die bisherigen Hauptfarben der Scheine bleiben.

Mit den neuen Geldscheinen soll Fälschern das Handwerk massiv erschwert werden: Die Noten sind mit drei neuen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet. Ein Hologramm zeigt ein Porträt der Europa. Dieses erscheint im silbernen Streifen der Banknoten, wenn die Scheine gekippt werden. Außerdem erscheinen in dem Streifen ein Symbol und der Nennwert der Scheine. Das Porträt der Europa ist zusätzlich als Wasserzeichen zu sehen.

Zudem gibt es eine sogenannte Smaragdzahl, auf der sich beim Kippen der Scheine ein Lichtbalken auf und ab bewegt. Die Zahl verändert ihre Farbe von Smaragdgrün nach Tiefblau. Die neuen Noten ähneln den bisherigen zwar farblich und gestalterisch. Im Gesamtbild sind sie jedoch deutlich zu unterscheiden.

Die alten Noten behalten ihren Wert, sind aber kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr. Bei nationalen Notenbanken wie der Bundesbank können alte Noten jederzeit umgetauscht werden. Den Termin, wann die Noten ihre Bedeutung als gesetzliches Zahlungsmittel verlieren, will die EZB noch bekanntgeben.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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