Ex-Treuhänder für Werkschließung bei Opel

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Der Ex-Treuhänder von Opel, Dirk Pfeil,  hat sich für die Schließung der Werke in Antwerpen und Eisenach ausgesprochen.

Frankfurt/Berlin - Der Ex-Treuhänder von Opel, Dirk Pfeil,  hat sich für die Schließung der Werke in Antwerpen und Eisenach ausgesprochen. Ein drastischer Stellenabbau sei unvermeidbar.

Der Ex-Treuhänder von Opel, Dirk Pfeil, hat sich erneut für Werksschließungen und einen drastischen Stellenabbau bei dem kriselnden Autohersteller ausgesprochen.

Er sei “verwundert“ über die neuerliche Aufregung zur geplanten Schließung des Werkes in Antwerpen, sagte der FDP-Politiker dem Südwestrundfunk (SWR) in Berlin.

Betriebswirtschaftlich wäre es auch geboten, das Werk in Eisenach zu schließen, sagte der hauptberufliche Wirtschaftsanwalt und Insolvenzverwalter.

Wenn die Kapazitäten zu groß seien, dann wäre über Eisenach deshalb nachzudenken, weil es kein klassisches Werk mit einem gewachsenen Produktionsverbund sei.

Pfeil forderte die Beteiligten auf, eine zügige Lösung anzustreben, um eine Insolvenz von Opel zu vermeiden. Diese löse nämlich zunächst nicht das Problem der zu hohen Personalkosten bei der Tochtergesellschaft des US-Herstellers General Motors.

Bei neuen Opel-Anträgen auf staatliche Garantien oder Zuschüsse müssten Banken und EU-Kommission detailliert in den Sanierungsplan eingebunden werden, mahnte der frühere Vertreter der Bundesländer in der zwischenzeitlich wieder aufgelösten Opel-Treuhand.

Die Banken müssten selbst bei einer 90-prozentigen Staatsbürgschaft rund 300 Millionen Euro eigenes Risiko übernehmen, was bei dem hohen Ausfallrisiko zu Bedenken der Finanzaufsicht führen könne.

General Motors will auch nach dem geplatzten Magna- Sanierungskonzept europaweit bei Ländern mit Opel-Standorten insgesamt rund 2,7 Milliarden Euro öffentliche Hilfen einsammeln. Zu den Ländern gehören neben Deutschland auch Spanien, Großbritannien, Polen und Österreich.

dpa

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