Experte: Bevölkerungsrückgang sorgt für steigende Gebühren

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Der Bevölkerungsrückgang wird nach Ansicht eines Experten auch die Gbeühren für Wasser steigen lassen.

Kassel - Angesichts der schrumpfenden Bevölkerung müssen sich die Kommunen auf kräftige Einnahmeausfälle und die Bürger auf steigende Gebühren beispielsweise für Wasser und Abwasser einstellen.

Ein Rückgang der Bevölkerung um 30 Prozent führe zu 50 Prozent höheren Gebühren, sagte der Nürnberger Finanzökonom Horst Körner von der arf Gesellschaft für Organisationsentwicklung am Mittwoch bei einer Tagung zum Thema Kommunalfinanzen und demografischer Wandel in Kassel.

Die Bahn erhöht die Preise - hier erfahren Sie, was künftig wieviel mehr kostet!

Der Maximalpreis im Fernverkehr der 2. Klasse lag bisher bei 129 Euro, künftig kostet das Ticket 135 Euro. © dpa
Die Preissteigerung bei den normalen Fahrkarten und den Zeitkarten im Fernverkehr beträgt 3,9 Prozent. © dpa
Die Bahncard 25 kostet in der 2. Klasse künftig 59 statt 57 Euro, in der 1. Klasse 119 statt 114 Euro. © dpa
Die kosten für die Bahncard 50 steigen in der 2. Klasse von 230 auf 240 Euro, in der 1. Klasse zahlt der Kunde 482 Euro statt bislang 460 Euro. © dpa
Für die Bahncard 100 müssen künftig 3990 Euro in der 2. Klasse berappt werden statt wie früher 3800 Euro. In der 1. Klasse legt der Kunde 6690 Euro statt 6400 Euro auf den Tisch. © dpa
Reservierungen kosteten bisher 2,50 bzw. 3,50 Euro in der 2. Klasse bzw. 1. Klasse. Beim Callcenter oder am Schalter zahlte man 4,50 bzw. 5,50 Euro. Künftig kostet die Reservierung einheitlich 4 Euro © dpa
Im Nah- und Regionalverkehr steigen die Preise für Normal- und Zeitkartenpreise um 3,9 Prozent. © dpa
Das Schönes-Wochenende-Ticket schlug bisher mit 39 Euro zu Buche, künftig kostet es 40 Euro bei Internet- oder Automatenbuchung. © dpa
Die Länder-Tickets für Rheinland-Pfalz, das Saarland und Mecklenburg-Vorpommern kostet künftig einen Euro mehr. © ap
Bei den Ländertickets gab es generell eine Preisumstellung vom Pauschalpreis für fünf Personen auf einen niedrigeren Grundpreis plus Zusatzpreise pro Mitfahrer. In Baden-Württemberg kostete beispielsweise das Ticket bisher 29 Euro, künftig zahlt man 21 Euro plus je vier Euro für jeden der maximal vier Mitfahrer © fkn

Sein Vorschlag zur Entlastung der Kommunalfinanzen: Statt weiter viel Geld für Schulen und Kindergärten auszugeben, sollte einiges davon für die Betreuung von Senioren abgezweigt werden. Es gebe einen “demografischen Anpassungsbedarf“. “Der Ausbau der Kinderbetreuung ist Handeln gegen die demografische Entwicklung. Ein Rückgang des Bedarfs ist absehbar“, betonte Körner. Allerdings zeigte er sich skeptisch, dass ein solches Vorgehen politisch durchsetzbar wäre. Er empfahl außerdem eine verstärkte Integration von Zuwanderern und eine verbesserte Zusammenarbeit von Kommunen.

dpa

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