Erstmals seit Mai 2012

Facebook-Aktie knackt Wert von Börsengang

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Das Foto zeigt das Facebook-Logo mit dem berühmten hochgestreckten Daumen daneben

New York - Vor wenigen Wochen noch hing die Facebook-Aktie tief unter dem Preis beim Börsengang fest. Jetzt brachte die neue Euphorie der Investoren das Papier wieder an den Ausgangspunkt zurück.

Über ein Jahr nach dem verpatzten Börsengang ist die Facebook-Aktie erstmals wieder über den damaligen Ausgabepreis gestiegen. Im früheren New Yorker Handel am Mittwoch markierte sie zwischenzeitlich einen Höchststand von 38,31 Dollar. Im späteren Verlauf konnte sie das Niveau allerdings nicht halten und gab wieder auf knapp 37 Dollar nach.

Das Facebook-Papier war Mitte Mai 2012 unter großem Aufsehen zum Preis von 38 Dollar auf den Markt gebracht worden, der Kurs ging aber schon nach wenigen Tagen auf Talfahrt. Am Tiefpunkt fiel die Aktie bis auf 17,55 Dollar.

Zuletzt hatten Fortschritte beim Geschäft mit Werbung auf Smartphones und Tablets den Anlegern den Glauben an Facebook zurückgegeben. Vor gut einer Woche stand die Aktie noch bei 25 Dollar, nach den neuesten Quartalszahlen ging es dann steil nach oben.

Den Schlusspurt zum Ausgabepreis befeuerte wohl auch ein Medienbericht von Dienstag, demzufolge Facebook künftig kurze Video-Werbung in die Nachrichtenströme seiner Mitglieder bringen wolle. Von Werbekunden wolle das Online-Netzwerk bis zu 2,5 Millionen Dollar für einen 15-Sekunden-Clip pro Tag verlangen, schrieb die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.

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Facebooks Börsengang war mit Spannung erwartet worden - und wurde zum Debakel. Das Online-Netzwerk und die Banken hatten die Nachfrage nach dem Papier überschätzt, der Kurs geriet schnell unter Druck. Technische Pannen beim Börsenbetreiber Nasdaq und Zweifel am Geschäftsmodell taten ihr übriges.

Die Banken hielten die Aktie zunächst noch mit Stützungskäufen über Wasser. Das konnte jedoch nicht ewig so weitergehen und als sie nach wenigen Tagen losließen, rutschte das Papier rasant unter den Ausgabepreis. Anleger richteten böse Blicke auf Altaktionäre, an die beim Börsengang beachtliche 16 Milliarden Dollar geflossen waren.

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Facebook machte in den vergangenen Monaten allerdings seine Hausaufgaben: Während die mobilen Apps zum Börsengang noch überhaupt kein Geld abwarfen, kamen zuletzt 41 Prozent der Werbeeinnahmen von Smartphones und Tablet-Computern. Video-Werbung wird als nächster Schritt gesehen, der einen Umsatzsprung bescheren könnte. Bis zuletzt wuchs auch die Zahl der Facebook-Nutzer auf 1,15 Milliarden.

Der Kursanstieg ist auch gut für das persönliche Vermögen des Gründers und Großaktionärs Mark Zuckerberg, das dadurch in gut einer Woche um über fünf Milliarden Dollar gestiegen ist.

dpa

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