Helm-Test: So schützen Sie Ihren Kopf

München - Die Stiftung Warentest hat in der neuen Ausgabe ihres Test-Hefts 34 Helme getest - die tz verrät, worauf es ankommt.

Die Sonne blitzt hervor, die Temperaturen steigen – jetzt ist endlich wieder Radl-Zeit! Und am sichersten fährt es sich mit Helm. Das wissen immer mehr Verbraucher, und so sind nicht nur auf den Skipisten vermehrt Menschen mit Helm unterwegs, sondern auch auf unseren Fahrradwegen. Doch die große Auswahl an unterschiedlichen Helmen kann die Radl-Fahrer verwirren. Die Stiftung Warentest hat in der neuen Ausgabe ihres Test-Hefts 34 Helme getest – die tz verrät, worauf es ankommt:

Gute Belüftung: Geschlossene City-Helme, die an den Kopfschutz auf der Skipiste erinnern, sind schwer im Trend. Klar, sie schauen besser aus als die Modelle mit großflächigen Öffnungen zur besseren Belüftung. Für einigermaßen flottes Radlfahren sind die Trend-Modelle aber nicht geeignet. Weil die Belüftung fehlt, sammelt sich bein Fahren die ganze Hitze unter dem Kopfschutz – das Hirn gart im eigenen Saft! Der Testsieger bei den Erwachsenen, der Casco Activ-TC, glänzt konsequenterweise mit großen Luftlöchern – damit Radler auch bei längeren Strecken oder flotterer Fahrweise einen kühlen Kopf bewahren. Bei jedem zweiten Erwachsenenhelm führte die schlechte Belüftung dagegen zu einer Abwertung im Test.

Aufprallschutz: Der Helm ist dazu da, beim Sturz den Aufprall zu dämpfen. Helme, die hierbei versagen, sind durch den Test der Stiftung Warentest durchgefallen. Die Versuchsanordnung war anspruchsvoll. Die Helme wurden mit einem Prüfkopf gefüllt und aus etwa 1,50 Metern auf einen flachen und einen kantigen Sockel fallen gelassen. Bei vier Helmen war die Wucht des Aufpralls höher als bei einem Treffer der rechten Geraden eines Profiboxers. Die Folge: Gehirnerschütterung. Deshalb hat die Stiftung Warentest den KED Sky Two, den MET Cameleonte Executive, den Cratoni C-Air youth und den Profex Vega Prinzess abgewertet. Vom MET und Profex raten die Tester komplett ab – die Helme haben auch einen Sturz aus 1,1 Metern nicht überstanden.

Feste Riemen: Im Ernstfall darf der Helm nicht während des Sturzes vom Kopf gerissen werden. Um das zu gewährleisten, haben die Helme Riemen, die unter dem Kinn verschlossen werden. Sie dürfen nicht zu weit sitzen, müssen aber gleichzeitig noch komfortabel sein. Und es sollte sich möglichst nichts mehr verstellen und alles fest sitzen. Der Radler sollte selbstständig erkennen können, ob die Einstellungen stimmen und der Helm gut sitzt. Zunächst mal muss der Kopfschutz waagerecht sitzen. Das Schloss des Kinnreimens sollte direkt unter dem Kinn liegen. Der Kinnriemen sollte zwar am Kinn anliegen, nicht jedoch gegen den Hals drücken.

Die richtige Größe: Die Helmschale darf weder zu groß noch zu klein sein. Das gilt für Erwachsene wie für Kinder. Damit die Kleinsten nicht andauernd neue Helme kaufen müssen, lässt sich die Größen von Kinderhelmen oft verstellen. Ist der Kopfschutz erstmal aufgesetzt, sollen kleine Polster die Helmschale auf dem Schädel abstützen – doch bei einigen Helmen sind nicht alle Stellen, die auf dem Kopf aufliegen, gepolstert. Beim kurzen Test im Geschäft mag das nicht weiter stören, nach einer Radtour können solche Druckstellen aber richtig schmerzhaft sein. Sorgenkinder in dieser Kategorie: die Modelle Bell Muni, Alpina City und Giro Surface.

Marc Kniepkamp

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