Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Coburg

Wegen KFZ-Kennzeichen: Brose-Chef droht Millionen-Strafe

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Brose-Chef Michael Stoschek.

München - Brose-Chef Michael Stoschek hat Ärger. Wegen Verwendung eines ungültigen Kennzeichens an einem Porsche hat es einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Coburg gegeben.

Als Chef der Firma Brose – einer der größten Zulieferer der Autoindustrie – zählt Michael Stoschek zu den Vermögenden im Land. Von dem offenbar reichlich vorhandenen Geld hat er sich unter anderem einige exklusive Fahrzeuge zugelegt, die er auch in der Öffentlichkeit bewegt. Doch offenbar nimmt er es dabei mit den Gesetzen nicht so genau, denn innerhalb weniger Tage hat er nun einigen Ärger mit der Justiz – in einem Fall droht im möglicherweise eine Strafe in Höhe von 1,65 Millionen Euro.

Wegen Verwendung eines ungültigen Kennzeichens an einem Porsche hat es einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Coburg gegeben. Der soll, so berichtet der Bayerische Rundfunk, aufgrund seiner Vermögensverhältnisse über 1,65 Millionen Euro lauten. Dagegen hat der ehemalige Rallyefahrer Stoschek Einspruch eingelegt, sodass es womöglich zu einem Prozess kommt.

Ihm war vorgeworfen worden, dass er die Originalkennzeichen auf Folie gezogen und verkleinert habe. Bei einem Test auf der Autobahn wurde festgestellt, dass diese Kennzeichen bei einer Radarmessung und hoher Geschwindigkeit nicht lesbar waren. Er habe dies nur aus aerodynamischen und optischen Gründen gemacht, sagte Stoschek gegenüber dem BR.

Stoschek bei der nächtlichen Fahrt auf der Regnitz durch Bamberg (mit Cap).

Bereits am vergangenen Wochenende hatte der Unternehmer für Aufsehen gesorgt. Er war mit einem Amphibienfahrzeug VW Typ 166 zusammen mit seinem Sohn und zwei Spezln während der Bamberger Sandkerwa auf der Regnitz herumgekreuzt. Die dafür notwendige Genehmigung habe er nicht beantragt, hieß es bei der Stadt Bamberg auf Anfrage der tz. Stoschek, der ein Enkel von Max Brose ist, hatte wegen des gleichen Vergehens bereits eine Verwarnung und eine Anzeige erhalten, nun wurde er wieder angezeigt. Strafe hat er aber bislang keine bezahlen müssen. Das könnte sich ändern und für ihn ziemlich teuer werden.

vp

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